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17.09.2020, 15:26 Uhr

Lohner Radsportabteilung von der Pandemie beherrscht

Die Partnerschaftsvorsitzende Bernadette Mousset, Dominique Naslin und „Madame le maire“ Virginie Valtier (von links) freuen sich auf die gute Zusammenarbeit. Foto: privar

Die Partnerschaftsvorsitzende Bernadette Mousset, Dominique Naslin und „Madame le maire“ Virginie Valtier (von links) freuen sich auf die gute Zusammenarbeit. Foto: privar

Lohne Der SV Union Lohne hatte die Jubiläumswoche zum 100-jährigen Bestehen vorbereitet. Das Vereinstrikot war dank der Sponsoren: Elektro Engelbrink, Edeka Dohle, Hans Borker LVM, Zweirad ten Brink und dem Lohner Landbäcker neu aufgelegt worden. Bei der Vorstellung der Abteilungen des Sportvereins SV Union Lohne Anfang Januar präsentierte sich ebenso die Radsportabteilung gut gerüstet für das Jubiläumsjahr. „Im Rahmen der Winterwanderung im Februar berichtete noch Laurenz Hüer den Radsportlern über die umweltschonende Abwasserreinigung der Kläranlage in Lingen. Doch dann beherrschte „Covid 19“ das Vereinsgeschehen durch Kontaktverbote im Sport- und Freizeitbereich“, erklärte der Leiter der Radsportabteilung, Bernd Rakers. „Die Saisoneröffnung sowie die regelmäßigen Trainingstermine und geplanten Veranstaltungen wurden abgesagt. Die „Semaine Federale Valognes“ - Lohner Radsportler besuchen die Semaine seit 1991 - wurde auf das Jahr 2021 verschoben.“

Im Unterschied zu anderen Vereinssportarten hätten die Radsportler in Lohne ihren Sport an der frischen Luft weiter ausführen können. „Erlaubt sei das Radfahren allerdings nur allein oder mit einer weiteren im Hausstand lebenden Person, so Rakers. „Diese deutsche Regelung haben unsere französischen Radsportfreunde in „Mortagne au Perche“ schmerzlich vermisst. Für sie war das Verlassen der eigenen Wohnung für den Sport unter Strafe verboten.“ Zwischenzeitlich sei die Radsportabteilung nach den Lockerungen durch die niedersächsische Landesregierung wieder zu ihrem normalen Sportbetrieb zurückgekehrt, erklärte Rakers und meinte: „Hygiene- und Verhaltensregeln sind durch Übungsleiter zu unterweisen und von den Sporttreibenden einzuhalten. Für die Trainingsteilnehmer werden Anwesenheitslisten geführt und drei Wochen aufbewahrt.“

Enge Kontakte und langfristige Freundschaften würden seit 1991 mit den „Les Cyclos Randonneurs Du Perche“ aus der Partnergemeinde „Mortagne au Perche“ bestehen. Die Lohner Radsportler würden regelmäßig von ihren französischen Freunden auch über Veränderungen in der Gemeinde außerhalb des Vereinsgeschehens informiert, so Rakers, der meinte: „Bei der Kommunalwahl in Mortagne wurde mit Virginie Valtier erstmalig in der Geschichte von Mortagne eine Frau zur ersten Bürgermeisterin gewählt. Es gab bei den Wahlen in Mortagne nur eine Liste, die von Virginie Valtier angeführt wurde.“ Die Radsportler aus Lohne hätten den Anlass genutzt, Virginie Valtier zur Wahl zu gratulieren und ihr für die verantwortungsvolle Tätigkeit im Rathaus von Mortagne eine glückliche Hand gewünscht. Stellvertretend für die Radsportabteilung habe die Partnerschaftsvorsitzende Bernadette Mousset aus Mortagne und der Radsportvorsitzende Dominique Naslin der neuen „Madame le maire“ einen Blumengruß überreicht, so Rakers. „Wir Lohner hoffen, dass Virginie Valtier die bestehenden Kontakte zwischen Mortagne au Perche und Wietmarschen wie in den bisherigen Jahren tatkräftig und aktiv unterstützt und fortsetzt.“

Bernd Rakers berichtete, dass vor einem Jahr während einer Versammlung der Vorstand des RSC Lohne mit ihm als Abteilungsleiter sowie seinen Stellvertretern Christian Alken und Georg Lockhorn angekündigt habe, sich nach fünf Jahren nicht wieder zur Wahl zu stellen. „Trotz der gut besuchten Versammlung fanden sich keine Mitglieder für die Nachfolge. Mit Blick auf das Jubiläum „100 Jahre SV Union Lohne“ hat sich der bestehende Vorstand dann nochmal bereit erklärt, bis zum Ende 2020 als kommissarischer Vorstand zu fungieren“, sagte Rakers abschließend.

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