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26.05.2019, 15:00 Uhr

Logistikbranche will Flüchtlinge integrieren

Anlässlich der konstituierenden Sitzung des IHK-Fachausschusses Verkehr für die Jahre 2019 bis 2023 wurde Ulrich Boll, Geschäftsführer der Georg Boll GmbH & Co. KG in Meppen, einstimmig zum Vorsitzenden gewählt.

Logistikbranche will Flüchtlinge integrieren

Der wiedergewählte Vorsitzende des IHK-Verkehrsausschusses Ulrich Boll (Mitte), sein neuer Stellvertreter Andreas Wolke-Hanenkamp (links) und Ausschussbetreuerin Anke Schweda (rechts). Foto: privat

„Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit und bin mir sicher, dass unser Ausschuss auch in der neuen Sitzungsperiode viele Impulse setzen wird“, bedankte sich Ulrich Boll bei den mehr als 20 anwesenden Ausschussmitgliedern. Neuer Stellvertreter ist Andreas Wolke-Hanenkamp, Geschäftsführer der NOSTA Logistics GmbH in Osnabrück. Seniorchef Hans-Jürgen Fip begrüßte die Ausschussmitglieder in seinem Unternehmen, der Heinrich Fip GmbH & Co. KG in Osnabrück. Er unterstrich die besondere Herausforderung des Klimawandels für die Transportbranche. Das Unternehmen Fip bereite sich darauf vor. Aktuell sei beispielsweise der Bau von zwei LNG-Tankanlagen in Osnabrück projektiert.

Mit dem Thema Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt stieg der Ausschuss in die fachliche Arbeit ein. Stefan Reckers, Fachexperte Migration beim Jobcenter Osnabrück, informierte über die Entwicklung und die Perspektiven bei der Integration. Menschen mit Migrationshintergrund stellten inzwischen etwa 70 Prozent der vom Jobcenter betreuten Arbeitsuchenden dar. „Die große Herausforderung sind die Sprachkenntnisse“, unterstrich Reckers. Vielen Arbeitsmarktexperten sei von vornherein klar gewesen, dass es in der Regel vier bis fünf Jahre bis zu einer sprachlichen Ausbildungsreife auf dem Mindestniveau B1 dauere. Als eine Herausforderung sahen die Ausschussmitglieder zudem das verbesserungsbedürftige Image der Logistikbranche. Sie waren sich aber auch einig, dass die frühzeitige Einbeziehung von Flüchtlingen in die Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Integration leisten könne.

IHK-Geschäftsbereichsleiterin Anke Schweda informierte den Ausschuss über die am 14. Mai erfolgte Ablehnung eines Antrags zur Abschaffung des Lkw-Fahrverbots an nicht bundeseinheitlichen Feiertagen im Niedersächsischen Landtag. „Diese Entscheidung ist sehr bedauerlich. Unsere IHK wird sich aber weiter für eine bessere und mitarbeiterfreundlichere Lösung einsetzen. Denn wenn es bleibt, wie es heute ist, verbringen viele Fahrer die Feiertage auf einem Rastplatz und nicht bei ihren Familien“, so Schweda. Weitere Informationen: IHK, Anke Schweda, Telefon: 0541 353-210 oder E-Mail: schweda@osnabrueck.ihk.de