22.07.2021, 09:10 Uhr

Linke: Mieten in der Grafschaft Bentheim drastisch gestiegen

Nach Kontakt mit dem Schüttorfer Linken-Politiker Helmuth Hoffmann hat der Bundestagsabgeordnete Victor Perli eine Anfrage an die Bundesregierung gestellt. Foto: Deutscher Bundestag/A. Melde

Nach Kontakt mit dem Schüttorfer Linken-Politiker Helmuth Hoffmann hat der Bundestagsabgeordnete Victor Perli eine Anfrage an die Bundesregierung gestellt. Foto: Deutscher Bundestag/A. Melde

Grafschaft Wie der Bundestagsabgeordnete Victor Perli (Wahlkreis 049 Salzgitter-Wolfenbüttel) von der Fraktion Die Linke mitteilt, sind die Mieten im Landkreis Grafschaft Bentheim im letzten Jahrzehnt stark angestiegen. Laut der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des Bundestagsabgeordneten haben sich die durchschnittlichen Kaltmieten für angebotene Mietwohnungen seit 2010 um 50,3 Prozent verteuert. Demnach mussten Wohnungssuchende im letzten Jahr 7,44 Euro pro Quadratmeter zahlen, im Jahr 2010 waren es dagegen nur 4,95 Euro. Die jährliche Preissteigerung betrage 4,2 Prozent und liege damit deutlich über der Steigerung von Löhnen, Renten und der Inflationsrate. „Die Politik darf nicht zuschauen, wenn Mieter einen immer größeren Anteil von den Einkommen für ihre Wohnung ausgeben müssen. Es braucht wirksame Maßnahmen, um bezahlbaren Wohnraum für alle zu sichern“, so Perli. Er kritisierte, dass SPD und CDU damit gescheitert seien, mit ihrer zahnlosen „Mietpreisbremse“ den Trend drastisch steigender Mieten zu stoppen.

Helmuth Hoffmann aus Schüttorf, Vertreter der Linken im Stadt- und Gemeinderat sowie Kandidat für den Bundestag, kritisiert, dass die Mieten auch im Corona-Jahr gestiegen seien, im Kreis Grafschaft Bentheim sogar um rund 11 Prozent. „Steigende Mieten sind jetzt besonders hart. Viele sind von Kurzarbeit, Erwerbslosigkeit oder ausbleibenden Aufträgen betroffen. Neben einem bundesweiten Mietendeckel müssen unser Kreis und die Landesregierung die öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften stärken und sie mit mehr Personal ausstatten. Sie können langfristig für sozialen und bezahlbaren Wohnraum sorgen, weil sie im Unterschied zu Immobilienkonzernen keine Traumrenditen für die Anleger erzielen müssen“, so Hoffmann.

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