Grafschafter Nachrichten
16.12.2019

LIngens Ludwig-Windthorst-Haus stellt Halbjahresprogramm vor

LIngens Ludwig-Windthorst-Haus stellt Halbjahresprogramm vor

Stellten das neue Halbjahresprogramm vor, von links Stefan Botters, Judith Hilmes, René Kollai, Maria Brand, Michael Brendel und Michael Reitemeyer. Foto: LWH

Die Situation von Familien steht im Mittelpunkt des neuen Halbjahresprogramms des Ludwig-Windthorst-Hauses (LWH) in Lingen.

Das Programmheft der Katholisch-Sozialen Akademie des Bistums Osnabrück in Lingen umfasst gut 170 Veranstaltungen von Januar bis Juli 2020 und ist ab sofort im LWH, an verschiedenen Auslagestellen in der Region Emsland/Osnabrück sowie auf der Homepage www.lwh.de erhältlich. In einem Pressegespräch erklärte Akademiedirektor Dr. Michael Reitemeyer die Hintergründe des Halbjahresmottos „Familie zwischen Liebe und Chaos“: „Gemeint ist Familie in all ihren Schattierungen und Facetten. Familien stehen heute unter Druck, den Job, Erwartungen, Schule, Krankheiten oder Krisen produzieren können.“ Die Kirchen hätten das jahrelang ignoriert und stattdessen nur die Idealfamilie propagiert. Politik behandele oft genug nur Symptome. „Gerade wer in der Rush Hour des Lebens steht, braucht Ehrlichkeit und Verständnis, keine Sonntagsreden.“

Das Familienbild in Kirche und Politik werden bei der Festakademie am 14. März 2020 die Theologin Martina Kreidler-Kos, die Berliner Landespolitikerin Jenna Behrends und der Psychologe Albert Wunsch diskutieren. An Familien mit Kindern mit und ohne Behinderung richten sich die „Inklusiven Ostertage“ von Gründonnerstag bis Ostersonntag. Diese Familien hätten wenige Chancen, gemeinsam solche Angebote wahrzunehmen, erläuterte Studienleiter Stefan Botters. Gemeinsam mit seiner Kollegin Agnes Kläsener und zwei Pastoralreferentinnen wird er Workshops anbieten, die das Osterfest inhaltlich und geistlich vorbereiten und dabei die Wünsche und Fähigkeiten der Teilnehmenden einbeziehen. Weitere Themen, denen sich das pädagogische Team des LWH in den kommenden Monaten widmet, sind unter anderem der Synodale Weg in der Katholischen Kirche, der Umgang mit älter werdenden Eltern sowie die Zukunft der Schulbildung. Hierzu wird am 23. Januar der niedersächsische Kultusminister Tonne zur offenen Veranstaltung „Bildung 2040“ erwartet.

Personelle Veränderungen im LWH kündigte der stellvertretende Akademiedirektor René Kollai an. Im Januar werde Guido Hermes seine Arbeit im Haus aufnehmen. Der Personalfachmann werde einer der beiden Geschäftsführer der Regional-KODA und für das LWH Fortbildungen für Mitarbeitervertretungen anbieten. „Wir freuen uns sehr, dass er diesen Bereich unterstützt“, so Kollai. Zudem steht für 2020 die Sanierung des Alten Heuerhauses im LWH-Garten an. „Das Heuerhaus ist unser beliebtester Abendraum, aber es muss einiges gemacht werden“, erklärte Michael Reitemeyer. Mithilfe von Mitteln aus dem Dorferneuerungsprogramm und Begleitung der Stadt Lingen würden in den nächsten Monaten das Reetdach modernisiert sowie die Heizung, Elektrik und Wasserversorgung erneuert.

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