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19.06.2020, 09:56 Uhr

Letzte große Chance für Glasfaserausbau

Breitbandausbau in der Grafschaft. Foto: Vennemann

Breitbandausbau in der Grafschaft. Foto: Vennemann

Uelsen Eine eigene Glasfaserleitung bis ins Haus – das könnte für rund 2500 Haushalte innerhalb der Samtgemeinde Uelsen bald Wirklichkeit werden. Jedoch nur unter folgender Bedingung: Die Anschlussquote von 60 Prozent muss bis zum 30. Juni erreicht sein. Die aktuelle Quote liegt allerdings erst bei 45 Prozent. „Es wäre mehr als bedauerlich, wenn wir als Samtgemeinde den Anschluss an ein modernes, zukunftssicheres Breitbandnetz und damit die große Chance des Glasfaserausbaus in bestimmten Gebieten verpassen“, sagt Samtgemeindebürgermeister Hajo Bosch. Für die Niedergrafschafter Gemeinschaft bedeute eine stabile Breitbandanbindung nicht nur den richtungsweisenden Trend der Digitalisierung mitzugehen, sondern auch dauerhaft wettbewerbsfähig zu bleiben und die Attraktivität der Samtgemeinde als Wohn- und Gewerbestandort aufzuwerten.

„Damit es durch eine mangelnde Breitbandversorgung zu keinem Standortnachteil kommt, muss die leistungsstarke Internetanbindung von Privathaushalten und vor allem für Unternehmen so selbstverständlich werden wie die Versorgung mit Wasser und Strom. Der Anschluss an ein flächendeckendes Glasfasernetz darf deshalb nicht fehlen.“ Deswegen sei es so wichtig, gemeinsam an einem Strang zu ziehen und die Samtgemeinde Uelsen zukunftssicher aufzustellen. Ein Glasfaseranschluss bietet nicht nur eine deutlich schnellere und stabilere Internetanbindung für Kommunikation, Video, Online-Mediathek, surfen im Netz und den Arbeitsplatz zu Hause, sondern führt gleichzeitig auch zur Wertsteigerung der eigenen Immobilie. Der Anschluss für verfügbare Haushalte ist innerhalb der Vorvermarktungsphase kostenlos. Es muss lediglich ein Vertrag mit Grafschafter Breitband abgeschlossen werden. Haushalte, die sich erst nach Abschluss der Vermarktung für einen Anschluss entscheiden, müssen mit Kosten von bis zu 3000 Euro für einen Anschluss rechnen. Das sind hohe Kosten, die man sich aktuell sparen kann“, erläutert Bosch. „Auch wenn man heute noch der Meinung ist, dass der momentane Anschluss ausreicht und man gut versorgt zu sein scheint, kann man morgen schnell unterversorgt sein. Darum ist der Blick Richtung Zukunft zu wenden. Gerade die Entwicklung in den letzten Jahren hat gezeigt, dass sich der Bedarf an verfügbarer Bandbreite von Jahr zu Jahr erhöht hat und darum ist eindeutig festzustellen, dass der Glasfaser die Zukunft gehört“, so Bosch weiter.

Die 2500 verfügbaren Haushalte setzen sich aus Anschlüssen in den Gemeinden Uelsen, Wilsum und Itterbeck zusammen. Unter www.grafschafter-breitband.de kann überprüft werden, ob eine Adresse als verfügbar gilt und gleichzeitig auch der Auftrag eingereicht werden. „Wenn man an die Folgen für die kommenden Jahre denkt, können wir es uns als Samtgemeinde einfach nicht erlauben, diese einmalige Gelegenheit verstreichen zu lassen und nicht auf die 60 Prozent-Marke zu kommen“, sagt Bosch. Ob die Quote bis zum 30. Juni erreicht werde, liege nun allerdings an den Bürgerinnen und Bürgern.

Alle Informationen zum Projekt gibt es auch im Internet auf www.grafschafterbreitband.de.

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