19.07.2019, 12:00 Uhr

Leonie Möller ist wieder Tennis-Landesmeisterin

Vizemeisterschaft für die Grafschafterinnen Emma Daems, Evelyn Warkentin und Leonie Bisshop zeigt die Leistungsdichte des Tennissports in der Region.

Leonie Möller setzte sich in einem mit 207 Teilnehmerinnen besetzten Turnier aus. Foto: Möller

Leonie Möller setzte sich in einem mit 207 Teilnehmerinnen besetzten Turnier aus. Foto: Möller

Oldenburg/NordhornWeiterer Erfolg für Leonie Möller: Das Tennistalent vom SV Vorwärts Nordhorn sichert sich in ihrer Altersklasse erneut den Landesmeistertitel. Emma Daems, Evelyn Warkentin (beide TV Sparta 87 Nordhorn) und Leonie Bisshop (TC BW Emlichheim) konnten für die Tennisregion Dollart-Ems-Vechte jeweils eine Vizemeisterschaft im Einzel einspielen.

Die ersten Tage der Sommerferien sind im Tennisverband Niedersachsen-Bremen (TNB) traditionell den Meisterschaften der Jugend vorbehalten: Diese fanden in diesem Jahr beim Oldenburger TeV statt.

Unter den 207 ausgelosten Teilnehmern bei diesem Einladungsturnier der höchsten J1-Kategorie waren auch 12 Mädchen und 6 Jungen aus der Tennisregion Dollart-Ems-Vechte. „Alle Spielerinnen und Spieler haben sich ihre Starterlaubnis bei den Landesmeisterschaften entweder über ihre Platzierungen in der Deutschen Jugendrangliste oder aber die Empfehlung der Regionstrainer redlich verdient“, erläutert Gerrit Geerds (Vorsitzender der Tennisregion Dollart-Ems-Vechte) das Auswahlverfahren zu den Landesmeisterschaften.

Wie schon im Winter konnten insbesondere die ausgewählten weiblichen Talente der Tennisregion durch gute Leistungen überzeugen. Bei den U16-Juniorinnen schickten die Regionsverantwortlichen mit Lätizia Bojara (TC BW Papenburg), Evelyn Warkentin (TV Sparta Nordhorn) und Leonie Möller (SV Vorwärts Nordhorn) gleich drei Starterinnen ins Rennen. Während Bojara bereits in der ersten Runde nach einem umkämpften 3-Satz-Match ausschied, konnten die Nordhornerinnen einmal mehr ihre aktuell gute Verfassung unter Beweis stellen. Beide gingen in dem gutklassig besetzen Feld (es waren 5 Spielerin der höchsten Leistungsklasse 1 am Start) an Position 1 und 2 gesetzt ins Turnier. „Leonie hatte schon in der letzten Woche in Amsterdam gezeigt, wie gut sie derzeit drauf ist“, beschrieb Regionstrainer Hans-Georg Peters die aktuelle Formkurve seines Schützlings. „Sie hat auch in Oldenburg direkt ab dem ersten Spiel die Partien mit ihren wuchtigen Topspin-Schlägen dominiert.“ Dies bekam im Viertelfinale die Oberligaspielerin Leonie Müller aus Wiefelstede zu spüren, die dieser offensiven Mischung beim 6:1, 6:0 Erfolg von Möller kaum Paroli bieten konnte.

Besser machte es ihre Teamkollegin Xenia Jeromin im Halbfinale. „Mit aggressiven Grundlinien-Schlägen hat sie mich gleich von Beginn der Partie an vor Probleme gestellt und eine Vielzahl von Winnern gesetzt“, erläuterte Möller die Gründe für den schnellen 0:4 Rückstand im ersten Satz. Doch das SV Vorwärts-Talent besann sich in dieser schwierigen Situation auf ihre Stärken. Mit langen Topspin-Ballstafetten befreite sie sich immer besser aus der Umklammerung der LK 1-Spielerin aus Aurich, holte fünf Spiele in Folge und konnte sich zwischenzeitlichen damit eine 5:4-Führung erspielen. Beim Stand von 5:6 hatte Jeromin dann allerdings zwei Satzbälle, die die Spielerin vom SV Vorwärts Nordhorn aber abwehren und letztendlich den Satz im Tie-Break für sich entscheiden konnte. Den Verlust des sicher geglaubten ersten Satzes konnte Jeromin auch im zweiten Satz nicht wirklich abschütteln - dieser ging ohne weitere Probleme mit 6:1 an die Nordhornerin.

Im Finale um den Landesmeistertitel wartete ihre Regions-Kollegin Evelyn Warkentin, die bis zum Finale klare Siege gegen Lina Berg aus Bremen und Lara Stammereilers (Wiefelstede) einspielen konnte. Aufgrund des anhaltenden Regens in Oldenburg mussten alle Endspiele in die Halle verlegt werden. Aber auch hier zog Leonie Möller ihr durchdachtes, druckvolles Grundlinienspiel auf und zwang Warkentin immer wieder zu Fehlern. Das Talent vom SV Vorwärts Nordhorn agierte über die gesamt Partie auf einem äußerst niedrigen Fehlerlevel und sicherte sich letztendlich ungefährdet mit 6:1 und 6:2 den Landesmeistertitel. „Leonie hatte in diesem Turnier wahrlich keine leichte Auslosung. Auf dem Weg zum Titel musste sie gleich 3 Spielerinnen der höchsten Leistungsklasse 1 schlagen.“, erläuterte Regionstrainer Peters die Qualität der Leistungen seines Schützlings. „Nach dem Erfolg im Winter hat Leonie nun auch im Sommer den Landesmeistertitel geholt – das ist bei der Leistungsdichte der Teilnehmerinnen in dieser Altersklasse wirklich bemerkenswert“, bestätigte Andrea Kalbe, Vize-Präsidentin des Tennisverbandes Niedersachsen-Bremen.

Bei den U14 Juniorinnen zeigte Emma Daems vom TV Sparta 87 Nordhorn sehr ansprechende Leistungen und spielte sich ins Finale vor. Als Vertreterin des jüngeren Jahrgangs setzte sie sich in dem stark besetzten Feld als ungesetzte Spielerin auch gegen ältere Konkurrentinnen durch. Bereits in der zweiten Runde bekam sie es mit der an Position 1 gesetzten Zoe Michelle Schmidt aus Westercelle zu tun, die sie in einem packenden 3-Satz-Match bezwingen konnte. Das darauf folgende regionsinterne Duell mit Dabrowka Walkowiak (TC BW Papenburg) im Viertelfinale konnte sie mit 7:6, 6:2 für sich entscheiden, obwohl sie im 1. Satz bereits 2:5 zurückgelegen hatte. „Leider sind unsere Regionsspielerinnen wieder früh im Turnierverlauf aufeinander getroffen.“, äußerte sich Regionstrainer Volker Bode über das Los-Pech seiner Schützlinge.

Im Halbfinale musste die TV Sparta-Spielerin dann erneut über 3 Sätze gehen, bevor sie Lilien Thieking vom DTV Hannover mit 6:0, 5:7 und 6:3 niederringen konnte. Auch im Endspiel lieferte Emma Daems gegen die ebenfalls ungesetzte Aaliyah Nkansah (TSC Hannover-Isernhagen) eine gute Leistung, musste aber bei der 3:6, 3:6 Niederlage die Überlegenheit ihrer Gegnerin anerkennen. „Emma hat ein tolles Turnier gespielt, im Endspiel musste sie etwas den vielen engen Matches im Turnierverlauf Tribut zollen“, fasste Regionstrainer Bode den Erfolg der Nordhornerin zusammen.

Einen weiteren Einzel-Pokal für die Tennisregion Dollart-Ems-Vechte steuerte Leonie Bisshop (TC BW Emlichheim) bei. Bei den U11-Juniorinnen spielte sie sich ins Finale vor. Bis dahin konnte sie glatte Zwei-Satzsiege gegen Gegnerinnen aus Nienhagen, Sepppensen und Bremerhaven verbuchen. „Leonie hat sich hier in Oldenburg prima präsentiert und ihre Setzung an Position 2 völlig bestätigt. Sie hat gezeigt, welch großes Potenzial in ihr steckt“, freute sich Regionstrainer Peters über den Finaleinzug seines Schützlings. Das Finale ging zwar mit 2:6, 2:6 gegen Michelle Kirsch (Mühlenberger SV Hannover) verloren, dennoch durfte sich das Emlichheimer Talent über den Vize-Landesmeistertitel freuen.

„Insgesamt sind wir mit dem Abschneiden unserer Kadertalente bei den Sommer-Landesmeisterschaften sehr zufrieden. Ein Titel, drei Vizemeisterschaften im Einzel und zwei im Doppel können sich in der Gesamtbilanz sehen lassen. Wir haben gerade bei den Juniorinnen echte Top-Spielerinnen in der Region, die alle hart für ihre Erfolge arbeiten“, fasste Regionsvorsitzender Geerds die Titelkämpfe zusammen.

Nähere Informationen: www.dev-tennis.de