01.12.2020, 16:22 Uhr

Lebensverhältnisse, Wünsche und Bedürfnisse werden erfragt

10.000 Fragebögen gehen in den Versand: Dr. Annegret Hölscher, Leiterin der Gesundheitsregion Grafschaft Bentheim (Mitte) mit Michael Mechtel (Druckerei Landkreis Grafschaft Bentheim) und Jonas Roosmann, bis 30. November 2020 Projektleiter Dorfgemeinschaft 2.0, jetzt Bereichsleiter bei der Lebenshilfe Nordhorn. Foto: Landkreis

10.000 Fragebögen gehen in den Versand: Dr. Annegret Hölscher, Leiterin der Gesundheitsregion Grafschaft Bentheim (Mitte) mit Michael Mechtel (Druckerei Landkreis Grafschaft Bentheim) und Jonas Roosmann, bis 30. November 2020 Projektleiter Dorfgemeinschaft 2.0, jetzt Bereichsleiter bei der Lebenshilfe Nordhorn. Foto: Landkreis

Nordhorn Wie bewerten Sie Ihr Wohnumfeld? Wie sind Sie mit der Nahversorgung zufrieden? Welche Verkehrsmittel nutzen Sie? Was kaufen Sie im Internet ein? Oder: Was würden Sie tun, wenn Sie die täglichen Arbeiten im Haushalt nicht mehr selbst verrichten könnten? – das sind einige der Fragen, die so oder ähnlich in einem Fragebogen zur Lebenssituation der Generation 50plus stehen. 10.000 dieser Fragebögen werden in den nächsten Tagen an Grafschafter Bürger ab 50 Jahren, den sogenannten „Best Agers“ oder „Gold Agers“, versendet. Ausgewählt wurden sie mittels eines Zufallsgenerators. Eine ähnliche stichprobenartige Befragung hatte es bereits 2014 gegeben.

Durchgeführt wird die Erhebung vom Fachbereich Pflegewissenschaften der Hochschule Osnabrück/Campus Lingen unter Leitung von Professorin Stefanie Seeling, der Gesundheitsregion Euregio als Initiatorin und der Lebenshilfe Nordhorn im Rahmen des Forschungsprojektes Dorfgemeinschaft 2.0. Die Fragebögen wurden in der Druckerei des Landkreises erstellt und durch die Lebenshilfe Nordhorn kuvertiert.

„Wir möchten einen aktuellen Einblick in die Lebensverhältnisse, die Wünsche und die Bedürfnisse bekommen. Und wir möchten herausfinden, wie sich die Lebensqualität von älteren Menschen und die Versorgungsstrukturen noch verbessern lassen“, erläutert Landrat Uwe Fietzek und ruft dazu auf, sich an der Befragung zu beteiligen. „Diese Befragung soll nun Vergleichswerte zu der erfolgten Befragung aus dem Jahr 2014 liefern. Wir möchten Verbesserungen oder Verschlechterungen sichtbar machen, um an diesen Stellschrauben drehen zu können,“ ergänzt Dr. Annegret Hölscher vom Büro für Gesundheit und Selbsthilfe und Leiterin der Gesundheitsregion Grafschaft Bentheim beim Landkreis.

Bis zum 19. Dezember sollte dieser Bogen ausgefüllt beim Landkreis eingegangen sein. „Wir würden uns freuen, wenn viele an dieser Befragung teilnehmen, um so konkrete Handlungsempfehlungen und Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation und Gesundheitsversorgung der Generation 50 plus in unserer Region ableiten zu können“, sagt Dr. Arno Schumacher, Vorsitzender Gesundheitsregion Euregio. Die ausgewählten Teilnehmer können die Fragen natürlich auch online beantworten, was sogar ausdrücklich gewünscht ist. Dafür kann der auf dem Fragebogen gedruckte QR-Code genutzt werden. Alle Daten werden anonymisiert erhoben. Die Zahl auf den Fragebögen ist lediglich zur Auslesung des Fragebogens durch eine Maschine vorgesehen. Ausgewertet werden die Bögen dann durch die Hochschule Osnabrück, Campus Lingen. Die Ergebnisse der Auswertung sollen 2021 vorliegen.

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