06.07.2021, 14:00 Uhr

Landvolk legt Blühstreifen an

Naturschutz Hand in Hand praktizieren Hausmeister Jan-Harm Wolbert, der erste Vorsitzende des Landvolks, Hermann Heilker, der Garten- und Landschaftsbauer Aron Brink, die Mitarbeiterin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Anna Brink, der zweite Vorsitzende des Landvolks, Rudolf Aalderin, und Landvolk-Geschäftsführerin Elfriede Werdermann. Foto: Landvolk

Naturschutz Hand in Hand praktizieren Hausmeister Jan-Harm Wolbert, der erste Vorsitzende des Landvolks, Hermann Heilker, der Garten- und Landschaftsbauer Aron Brink, die Mitarbeiterin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Anna Brink, der zweite Vorsitzende des Landvolks, Rudolf Aalderin, und Landvolk-Geschäftsführerin Elfriede Werdermann. Foto: Landvolk

Neuenhaus Zwischen dem Landvolkhaus in Neuenhaus und der Dinkel entstehen insgesamt 150 Quadratmeter Blühstreifen.

Um mit gutem Beispiel voranzugehen, greifen Hausmeister Jan Harm Wolbert und der Vorstand der landwirtschaftlichen Interessenvertretung zur Schüppe. Mit passenden Kleingeräten übernahm die Firma Brink- die Vorbereitung auf der Grünfläche an der Lager Straße: „Gerade hier im Siedlungsbereich ist es wichtig, den Insekten einen Lebensraum und ein Nahrungsangebot zu bieten“, betont Garten- und Landschaftsbauer Aron Brink. Im Anschluss wurde zugepackt: Per Hand wurde die bienenfreundliche Saatmischung verteilt und anschließend eingeharkt. „Wir wollen verdeutlichen, dass jeder seinen Teil zum Artenschutz beitragen kann, selbst wenn es kleine Ecken oder Flächen sind“, berichtet Hermann Heilker, erster Vorsitzender des Landvolkes Grafschaft Bentheim.

Jäger und landwirtschaftlichen Ortsvereine in der Grafschaft legen für die Landwirte im ganzen Ort Blühstreifen an. „Es macht mehr Sinn, dass wir die jeweils kleinen Flächen im Ort abfahren, als dass sich jeder einzelne Landwirt um seine eigene Fläche kümmert“, erklärt Luca Reimann, der gemeinsam mit Jan ter Haar zirka 15 Betriebe in Wilsum abfährt und insgesamt fünf Hektar Blühfläche anlegt. „Viele Landwirte nutzen bereits das gemeinschaftliche Angebot, das freut uns natürlich“, so Heilker. Auch die Ortsvereine aus Hoogstede, Halle/Hardingen/Höcklenkamp und Uelsen/ Haftenkamp/Gölenkamp berichten von knapp 20 Hektar Blühfläche. Das Saatgut wird von den hiesigen Jägerschaften bereitgestellt. Reimann, der selbst Landwirt und Jäger ist, kann die Zusammenarbeit nur befürworten: „Im Grunde haben wir die gleichen Ziele: Gemeinsam wollen wir einen Rückzugsort für die Wildtiere schaffen und den Insekten ein Ernährungsangebot bereitstellen. Da macht es nur Sinn, dass wir Hand in Hand arbeiten“.

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