30.03.2022, 11:10 Uhr

Landschaftstag: Digitalisierung bringt Chancen für das Land

Herman Bröring, Daniela Kösters, Ulrich Harteisen und Klaus Ludden (von links) diskutierten am Landschaftstag der Emsländischen Landschaft die Möglichkeiten der Digitalisierung auf dem Land. Foto: Emsländische Landschaft

Herman Bröring, Daniela Kösters, Ulrich Harteisen und Klaus Ludden (von links) diskutierten am Landschaftstag der Emsländischen Landschaft die Möglichkeiten der Digitalisierung auf dem Land. Foto: Emsländische Landschaft

Grafschaft Entwicklungsmotor Digitalisierung – Mit diesem Thema befassten sich kürzlich die Vertreter aus der Kulturlandschaft Emsland und Grafschaft Bentheim in den Räumen des IT-Zentrums in Lingen. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Emsländischen Landschaft in Zusammenarbeit mit der pro-t-in GmbH, deren Geschäftsführer, Klaus Ludden, den Vormittag moderierte. In seiner Begrüßungsrede machte Hermann Bröring, Präsident der Emsländischen Landschaft schnell klar, dass die Digitalisierung kein einfaches Thema für den Landschaftstag sei und gerade die soziale und kulturelle Nähe die große Stärke des ländlichen Raums sei. „Jedoch ist es angebracht, bei den veränderten Rahmenbedienungen in der Privat- und Arbeitswelt, das Dorfleben neu zu denken und zu gestalten. Wir sollten uns nicht auf dem Erreichten ausruhen, sondern über die etablierten Strukturen nachdenken, sie weiterentwickeln und Neugierde bekommen, was die Digitalisierung mit uns macht“, erklärte Bröring.

Nach der Begrüßung zeigte Prof. Dr. Ulrich Harteisen, von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Göttingen, mit einem Impulsvortrag zum Thema „Dorfentwicklung in Zeiten des digitalen Wandels – zur kulturellen Dimension der Digitalisierung“ die vielen Möglichkeiten und Chancen der Digitalisierung im ländlichen Raum auf. Mit der Digitalisierung gehe großes Potenzial für das Dorfleben einher, das den ländlichen Raum attraktiver machen könne. Fest steht für Harteisen: „Digitalisierung ist eine Gemeinschaftsaufgabe mit verteilten Rollen. Es bedarf einer guten Abstimmung zwischen den Kommunen und den Bürgern. Jeder sollte seine besten Kompetenzen einbringen, dass so das gesammelte Wissen zusammengeführt werden kann.“

Bezogen auf Bildungsträger, Vereine, Kommunen und soziokulturelle Einrichtungen wurden gemeinsam Möglichkeiten und auch schon umgesetzte Prozesse zur Digitalisierung aufgezählt und diskutiert. Die Ergebnisse bestärkten die Thesen der Redner und zeigten, dass die Digitalisierung nicht von „heute auf morgen“ erfolgen kann, sondern dass ein Prozess mit viel Arbeit und großer Initiative von Nöten sei.

Klaus Ludden von pro-t-in stellte des Weiteren Beispiele zu digitalen Anwendungen und Veränderungen in Dorfdialogen vor. Die Ergebnisse des Vormittags wurden dann in einer Podiumsrunde gesammelt. „Ich halte nichts von Veranstaltungen unter der Überschrift, ‚gut dass wir mal drüber geredet haben‘“, machte Bröring in seinem Fazit deutlich. Die Digitalisierung ist ein Gemeinschaftsprojekt. Und die Emsländische Landschaft geht dies gemeinsam mit der Region an.

Die Ergebnisse des Landschaftstages werden aufgearbeitet und in Kürze auf der neuen Homepage der Emsländischen Landschaft verfügbar sein.