03.02.2021, 11:50 Uhr

Landkreis zeigt sich zufrieden mit Pandemie-Arbeitsgruppe

Die Pandemie-Arbeitsgruppe des Landkreises und der Grafschafter Wirtschaft bezeichnen die Initiatoren als „eine sinnvolle und effektive Plattform des Austausches“. Symbolfoto: Berends

Die Pandemie-Arbeitsgruppe des Landkreises und der Grafschafter Wirtschaft bezeichnen die Initiatoren als „eine sinnvolle und effektive Plattform des Austausches“. Symbolfoto: Berends

Grafschaft Seit Herbst vergangenen Jahres gibt es die Pandemie-Arbeitsgruppe der Wirtschaftsförderung des Landkreises mit Vertretern der Grafschafter Wirtschaft. Neben der Grafschafter Wirtschaftsvereinigung, der Kreishandwerkerschaft Grafschaft Bentheim, des Kreisverbandes des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), der Wirtschaftsförderung der Stadt Nordhorn sind auch Vertreter der Arbeitsagentur in Nordhorn, des Arbeitsmedizinischen Zentrums und des Grafschafter Jobcenters mit an Bord. Alle vier bis sechs Wochen tauschen sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe über drängende Fragen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie aus. Koordiniert werden die Treffen von der Wirtschaftsförderung des Landkreises.

Schneller Informationsfluss

Vier Treffen gab es bisher, weitere sind geplant. „Wir haben die Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, um einen unbürokratischen und direkten Austausch zwischen Behörden und Unternehmen zu ermöglichen. Damit sorgen wir auch für Transparenz in dieser besonderen Lage“, erläutern die zuständige Dezernentin Gitta Mäulen und Ralf Hilmes, Leiter der Wirtschaftsförderung. Informationen, die für die regionale Wirtschaft besonders wichtig seien, könnten so rasch weitergegeben, erklärt und eingeordnet werden. Gleichzeitig habe die Wirtschaft eine Plattform, um eventuelle Missstände und Fehlentwicklungen mit den Behördenvertretern zu diskutieren.

So ging es nach Landkreisangaben in den bisherigen Treffen unter anderem um die Prävention im Betrieb, um die Impfplanungen im Landkreis, um aktuelle Vorschriften und Fördermöglichkeiten. „Auch die Betreuungssituation in den Kindertagesstätten und die Möglichkeiten, Kinder weiterhin in die Schule zu schicken, sind für die Unternehmen wichtige Themen. Durch die Zusammensetzung der Arbeitsgruppe wird zugleich dafür Sorge getragen, dass sehr viele Betriebe in der Grafschaft – kleine wie große – gezielt informiert werden“, heißt es aus dem Kreishaus.

Virtuelle Vorträge

Als „sehr positiv“ habe sich auch das zusätzliche Angebot von Online-Informationsveranstaltungen für die Wirtschaft erwiesen. „Bereits zwei solcher Veranstaltungen hat Dr. Thorsten Heilker von der Wirtschaftsförderung auf Vorschlag der Pandemie-Arbeitsgruppe organisiert“, informiert der Landkreis. So hat Dr. Gerd Vogelsang, Leiter des Gesundheitsamtes, im November über das „Verhalten bei einer Infektion im Unternehmen“ informiert, während Gülsen Hellbach, Leiterin des Arbeitsmedizinischen Zentrums im Dezember zum Thema „Prävention in der Corona-Pandemie – Welche Maßnahmen sind in Unternehmen wirkungsvoll?“ referiert hat.

Für die nächste Veranstaltung, die noch im Februar geplant ist, zum Thema „Corona-Impfung in der Grafschaft – Informationen für regionale Unternehmen“ liegen nach Landkreisangaben bereits über 100 Anmeldungen von Unternehmern vor. Weitere Veranstaltungen zu aktuellen Themen sollen folgen. Die Landkreisvertreter ziehen ein positives Zwischenfazit der bisherigen Arbeit der Pandemie-Arbeitsgruppe: „Die Arbeitsgruppe ermöglicht, dass Informationen schnell transportiert und bilateral besprochen werden können. Das schafft Vertrauen und stärkt den Zusammenhalt in der Krise“, heißt es aus dem Kreishaus.

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