01.12.2020, 15:58 Uhr

Landkreis will Impfzentrum in Erfo-Halle errichten

Landrat Uwe Fietzek (links) und Erfo-Geschäftsführer Hauke Schmidt vor dem Gebäude, das der Landkreis als Impfzentrum nutzen möchte. Foto: Landkreis

Landrat Uwe Fietzek (links) und Erfo-Geschäftsführer Hauke Schmidt vor dem Gebäude, das der Landkreis als Impfzentrum nutzen möchte. Foto: Landkreis

Nordhorn Entgegen anderslautender Berichterstattung hat der Landkreis Grafschaft Bentheim dem Land Niedersachsen am Montag sehr wohl einen Standort und ein Konzept für die Einrichtung eines Impfzentrums in Nordhorn unterbreitet. Wie man zu einer Schlussfolgerung gelangt ist, dass weiterhin ein Ort gesucht würde, erschließt sich dem Landkreis nicht. Im Gegenteil wurde mitgeteilt, dass erst „alles unter Dach und Fach gebracht“ sein solle, bevor man Konkretes verkünde. Dieses ist – abgesehen vom grünen Licht des Landes, welches in den nächsten Tagen erfolgen soll – nun der Fall.

Die Kreisverwaltung schlägt eine ehemalige Produktionshalle (Musternäherei) der Firma Erfo an der Paulstraße in Nordhorn vor. Dieser Standort befand sich seit vergangener Woche in enger Wahl. Die entsprechende endgültige Abstimmung mit der Geschäftsleitung des Unternehmens ist am Montag erfolgt. Am Montagabend gab es außerdem einen wichtigen Austausch mit Hilfsorganisationen über den Betrieb dieses Impfzentrums. Diese erklärten unmittelbar ihre Bereitschaft, am Aufbau und Betrieb des Impfzentrums mitzuwirken. „Das ist alles eine sportliche Aufgabe, aber gemeinsam werden wir es schaffen, dass das Impfzentrum ab 15. Dezember betriebsbereit ist“, erklärt Landrat Uwe Fietzek. Weitere Details sollen in nächster Zeit bekanntgegeben werden. „Ich bin dem Erfo-Geschäftsführer Hauke Schmidt für die schnelle und unkomplizierte Zusammenarbeit und die Bereitstellung der Halle dankbar. Das ermöglicht uns, zügig die weitere Umsetzung zu organisieren.“

Die Auswahl des Standortes war eine anspruchsvolle Aufgabe, da es durch das Land eine Reihe von Vorgaben etwa über Größe, Erreichbarkeit durch Auto und ÖPNV, Ausstattung und auch die Internetversorgung gab. Mögliche Objekte mussten daher innerhalb kürzester Zeit begutachtet und bewertet werden. Der Landkreis hat bewusst darauf verzichtet, aktive Sporthallen in den Blick zu nehmen. Weil die Impfzentren bis mindestens Mitte 2021 betrieben werden, hätte dieses bei zu erwartenden Lockerungen zu starken Beeinträchtigungen bei Schul- und Vereinssport geführt.

An das Impfzentrum angegliedert wird es ebenfalls ein mobiles Impfteam geben, das die Alten- und Pflegeheime aufsucht. Nun muss das Land Niedersachsen das Konzept prüfen und sein „GO“ erteilen.

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