10.03.2021, 15:18 Uhr

Landkreis kündigt Carsharing-Projekt mit E-Autos ab April an

Initiatoren und Projektpartner (von links): Erster Kreisrat Dr. Michael Kiehl, Christian Kluck (Geschäftsführer Stadtteilauto Osnabrück), Klimaschutzmanager Stephan Griesehop und nvb-Vertriebsleiter Thomas van der Kamp. Foto: Landkreis

Initiatoren und Projektpartner (von links): Erster Kreisrat Dr. Michael Kiehl, Christian Kluck (Geschäftsführer Stadtteilauto Osnabrück), Klimaschutzmanager Stephan Griesehop und nvb-Vertriebsleiter Thomas van der Kamp. Foto: Landkreis

Nordhorn Ab 1. April sollen zwischen Emlichheim und Bad Bentheim insgesamt sieben E-Autos zum Carsharing bereitstehen. Das kündigt der Landkreis in einer Pressemitteilung an und nennt als Basis für das neue „Grafschafter Carsharing“ eine Kooperation zwischen Landkreis und der Osnabrücker Stadtwerke-Carsharing-Tochter Stadtteilauto. „Wir freuen uns, dass es bald losgeht und wir einen weiteren Baustein für eine klimafreundliche Mobilität in unserem Landkreis setzen können“, teilt Erster Kreisrat Dr. Michael Kiehl mit.

EU-Fördermittel eingeworben

Der Landkreis hat in den vergangenen Monaten im Rahmen seines Klimaschutzmanagements das stationsbasierte Carsharing-Angebot nach eigener Aussage „mit Hochdruck“ vorangetrieben. Für den Betrieb inklusive Aufbau der erforderlichen Ladeinfrastruktur sind laut Landkreis Fördermittel des Europäischen Landwirtschaftsfonds generiert worden. „Wir sind überzeugt, dass wir mit dem ‚Grafschafter Carsharing‘ unseren Bürgern sowie Gästen und Touristen ein richtig attraktives und innovatives Mobilitätsangebot machen können“, ist Kiehl überzeugt.

Erfahrener Partner

Bei der Suche nach dem passenden Partner für das neue Mobilitätsangebot ist die Wahl auf die Stadtteilauto OS GmbH gefallen, eine Carsharing-Tochter der Stadtwerke Osnabrück. „Wir haben bereits erfolgreich gezeigt, dass und wie Carsharing funktioniert – und wollen mit unserer Expertise auch in der Grafschaft überzeugen“, erklärt Stadtteilauto-Geschäftsführer Werner Linnenbrink und fügt hinzu: „Seit 2015 ist Stadtteilauto mit mittlerweile mehr als 100 Fahrzeugen in immer mehr Kommunen und Gemeinden außerhalb Osnabrücks aktiv: im Landkreis Osnabrück, im Landkreis Emsland, im Kreis Steinfurt und nun also auch in der Grafschaft.“

Sieben Standorte

Im Landkreis Grafschaft Bentheim startet das Projekt Stadtteilauto mit sieben E-Fahrzeugen der Marke „Renault Zoe“ mit einer Reichweite von bis zu 400 Kilometern – und zwar an sieben im Landkreis verteilten Standorten: am Marktplatz Bad Bentheim, am Rathaus Emlichheim, am Bahnhof Neuenhaus, am Bahnhof Nordhorn, am Rathaus Schüttorf, am Rathaus Uelsen sowie am Rathaus in Lohne. Die zentrale Lage der Standorte soll eine optimale Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr gewährleisten, sodass die eingesetzten Autos auch in Kombination mit Bus- und Zugfahrten genutzt werden können.

Anmeldungen online oder vor Ort

Ab April können sich Nutzer des „Grafschafter Carsharing“-Angebotes entweder online oder vor Ort bei den kreisangehörigen Kommunen sowie in den Grafschafter Filialen des Reisebüros Berndt anmelden. Stadtteilauto stellt die Autos inklusive Wartung und ist außerdem für die Nutzer über eine 24-Stunden-Hotline erreichbar. Rechtzeitig zum Start soll auch eine extra für das „Grafschafter Carsharing“ erstellte Internetseite online gehen. Hier sollen die Tarife und weitere Informationen abrufbar sein. Wer sich über das bereits bestehende Osnabrücker Angebot informieren möchte, wird auf www.stadtteilauto.info fündig.

Laden an den Entleihstandorten

Das Laden der Autos soll direkt an den Entleihstandorten über sogenannte Wallboxen erfolgen, die Carsharing-Nutzern vorbehalten sind. Die Ladeleistung beträgt elf Kilowatt, sodass den Initiatoren zufolge eine ausreichende Batteriereichweite sichergestellt ist. Die Ladeinfrastruktur wird von der Nordhorner Versorgungsbetriebe GmbH (nvb) betrieben und gewartet. Den Ladevorgang können Carsharing-Nutzer über Ladechips in den Autos freischalten. Für nvb-Vertriebsleiter Thomas van der Kamp kommt das Angebot genau zur richtigen Zeit. „Das Grafschafter Carsharing ergänzt die Mobilitätsoptionen im Landkreis und bietet für die Nutzer einen kostengünstigen Einstieg in die klimafreundliche Elektromobilität. Gerade für Strecken innerhalb der Kommunen und des Landkreises bieten sich die eingesetzten Elektroautos an“, erklärt van der Kamp.

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