16.04.2021, 13:36 Uhr

Landkreis erlässt strengere Corona-Regeln für die Grafschaft

Der Landkreis erklärt die Grafschaft zur Hochinzidenzkommune, nachdem der Inzidenzwert an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100 liegt. Archivfoto: Berends

Der Landkreis erklärt die Grafschaft zur Hochinzidenzkommune, nachdem der Inzidenzwert an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100 liegt. Archivfoto: Berends

Nordhorn „Die Grafschaft liegt seit drei Tagen über dem kritischen Inzidenzwert von 100. Wir haben das Infektionsgeschehen genauer betrachtet und sind zu dem Ergebnis gekommen, die Grafschaft zur Hochinzidenzkommune auszurufen, da nicht damit gerechnet werden kann, dass der Inzidenzwert in den kommenden Tagen deutlich sinken wird.“ Das teilt Landrat Uwe Fietzek am Freitag mit und ergänzt: „Parallel hierzu wird eine Allgemeinverfügung erlassen, die den Betrieb in Kitas und Schulen einschränkt. Die damit verbundenen Maßnahmen gelten ab Montag, 19. April.“ Die Verschärfung der Maßnahmen wird durch die Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen vorgegeben, heißt es aus dem Kreishaus.

Bis auf Weiteres gelten folgende Regelungen:

Kontaktbeschränkungen:

Ein Haushalt darf sich nur noch mit einer weiteren Person (zuzüglich der Kinder bis einschließlich sechs Jahren) treffen. Erforderliche Begleitpersonen werden dabei nicht eingerechnet.

Kitas und Großtagespflege:

In der Großtagespflege nur noch ein eingeschränkter Betrieb statt. Der Betrieb von Kitas und Kinderhorten ist untersagt. Ausgenommen ist die Notbetreuung in kleinen Gruppen.

Schulen:

Der Schulbesuch an allgemein- und berufsbildenden Schulen ist ab Montag, 19 untersagt (Ausnahmen: schriftliche Arbeiten und Abschlussprüfungen).

Ausgenommen sind Abschlussjahrgänge (also die Klassen 9 und 10 sowie der Sekundarstufe-II-Bereich), Grundschulen, Förderschulen mit Schwerpunkt geistige Entwicklung und Tagesbildungsstätten.

Einzelhandel:

Der Einzelhandel muss wieder schließen, allerdings nur die Geschäfte, die keinen täglichen Bedarf verkaufen. Die Beratung und der Verkauf von jeglicher Ware in den Geschäftsräumen (auch nach vorheriger Terminvereinbarung) sind unzulässig. Möglich bleibt aber die Auslieferung von bestellten Waren oder der Verkauf im Fernabsatz zur Abholung außerhalb der Geschäftsräume. Die Ausweitung der regelmäßigen Randsortimente ist unzulässig.

Einrichtungen:

Einrichtungen des Kultur- und Freizeitangebotes (Theater, Opernhäuser, Konzerthäuser, Kulturzentren, Museen, Ausstellungen, Galerien, Kinos etc.) werden für den Publikumsverkehr und Besuche geschlossen. Geöffnet bleiben hingegen Bibliotheken, Büchereien, Zoos, Tierparks und tierparkähnliche Einrichtungen, insbesondere botanische Gärten).

Individualsport:

Sportliche Betätigungen sind nur noch zu zweit oder mit Personen des eigenen Hausstands möglich. Die Ausnahme für die Sportausübung von bis zu 20 Kindern und Jugendlichen bis 14 Jahren unter freiem Himmel gilt nicht mehr. Es gelten hier die grundsätzlichen Regelungen für Individualsport, also zu zweit oder eigener Hausstand.

Hotels und Beherbergungsbetriebe:

Künftig ist die Versorgung der beherbergten Gäste in Hotels nur auf den Zimmern möglich.

Die Regelungen gelten bis auf Weiteres.

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