09.07.2021, 14:30 Uhr

Landkreis bietet Sonderimpfaktion mit Johnson & Johnson an

Ohne Termin kann es geimpft in die Ferien gehen. Foto: privat

Ohne Termin kann es geimpft in die Ferien gehen. Foto: privat

Meppen Mit der „Geimpft in die Ferien“-Aktion spricht der Landkreis Emsland Bürgerinnen und Bürger an, die sich vor dem Start in den Urlaub noch eine Corona-Schutzimpfung abholen möchten. Am Mittwoch und Donnerstag, 14. und 15. Juli, findet von 9 bis 16 Uhr eine Sonderimpfaktion mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson in den Impfzentren in Lingen und Papenburg statt – ohne Termin, „einfach vorbeikommen“ ist das Motto.

„Wir haben ausreichend Impfstoff für diese Aktion erhalten, so dass jeder versorgt werden kann, der möchte. Es geht nicht nach dem Windhund-Prinzip, Interessenten müssen nicht früh da sein“, sagt Landrat Marc-André Burgdorf. Insbesondere „Kurzentschlossene“, die vor einer Urlaubsreise stehen, aber auch Personen, die es beim Impfen schnell und einfach wollen, dürften sich angesprochen fühlen, so der Landrat weiter. „Für sie ist die einmalige Impfung mit dem Vakzin von Johnson & Johnson optimal“, sagt er. Für die Wirksamkeit des Impfstoffs ist nur eine Impfung erforderlich. 14 Tage nach der Impfung ist der vollständige Impfschutz erreicht.

Der Impfstoff ist grundsätzlich für Personen ab 18 Jahren zugelassen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt den Impfstoff als Vektorimpfstoff für 60-Jährige und Ältere. Die Impfung für unter 60-Jährige erfordert daher eine besondere ärztliche Aufklärung, die im Impfzentrum erfolgt.

Derzeit sind im Landkreis Emsland 343.645 Impfungen durchgeführt worden. Die Impfquote liegt bei 63,06 Prozent. 137.467 Personen haben bereits eine Zweitimpfung erhalten. Hier liegt die Impfquote bei 42,04 Prozent. Aktuell befinden sich 400 Personen auf der Warteliste, die in den nächsten beiden Wochen mit Terminen versorgt werden können. Überwiegend handelt es sich um jugendliche Impfwillige.

Leider werden weiterhin gut 20 Prozent der vergebenen Termine nicht wahrgenommen. Darüber hinaus ist festzustellen, dass nicht mehr alle freien Termine vergeben werden können, das heisst es steht mehr Impfstoff zur Verfügung als derzeit nachgefragt wird.

Die Nachfrage nach AstraZeneca liegt nahezu bei null. „Wir haben beim Land weitere AstraZeneca-Lieferungen für die Zweitimpfungen bereits storniert“, erläutert Dr. Wolfgang Hagemann, Ärztlicher Leiter der Impfzentren. Aktuell werden in den beiden emsländischen Impfzentren jeweils mehrere 1000 Impfstoffdosen AstraZeneca verwahrt. Sie werden noch für Zweitimpfungen verwendet, so dass sich der Bestand noch ein wenig verringern wird. Das Land werde über das weitere Vorgehen mit nicht benötigten Impfstoffdosen in den Impfzentren entscheiden und eine landesweite Lösung herbeiführen, so Hagemann weiter.

Für die kommende Woche sind 7140 Impfstoffdosen für die emsländischen Impfzentren angekündigt worden, davon rund 4500 mRNA-Impfstoffe (BioNTech, Moderna) für die Erstimpfung. Für die kommenden beiden Wochen (29. und 30. Kalenderwoche) sehen die Planungen die Lieferung von insgesamt 17.424 Impfstoffdosen vor.

Darüber hinaus hat es aktuell eine Änderung für die Quarantäneregelung bei Kontakt mit an einer Delta-Variante infizierten Person gegeben: Danach müssen enge Kontaktpersonen, die vollständig geimpft oder genesen sind, und Kontakt mit einer an der Delta-Variante infizierten Person hatten, nicht mehr in Quarantäne. Das teilte das Robert Koch-Institut mit. Bislang waren in diesen Fällen auch Genesene oder vollständig Geimpfte in Quarantäne zu versetzen.

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