18.07.2022, 15:40 Uhr

Landkreis bewirbt sich um Förderung zur Klimaschutzkoordination

Die Einrichtung einer Klimaschutzkoordination soll gewährleisten, dass der Landkreis und die kreisangehörigen Kommunen künftig bei der Konzeption und Durchführung von Klimaschutzmaßnahmen enger zusammenarbeiten. Um entsprechende Fördermittel im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative wird sich die Kreisverwaltung in Kürze bewerben. Symbolfoto: dpa

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Die Einrichtung einer Klimaschutzkoordination soll gewährleisten, dass der Landkreis und die kreisangehörigen Kommunen künftig bei der Konzeption und Durchführung von Klimaschutzmaßnahmen enger zusammenarbeiten. Um entsprechende Fördermittel im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative wird sich die Kreisverwaltung in Kürze bewerben. Symbolfoto: dpa

Das Thema Klimaschutz stellt für den Landkreis Grafschaft Bentheim eine der Kernaufgaben der kommenden Jahre dar. Bei der Planung und Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen wollen der Landkreis und die kreisangehörigen Kommunen künftig enger zusammenarbeiten. Die Kreisverwaltung bewirbt sich daher um Fördermittel für die Einrichtung einer Klimaschutzkoordination. Einen entsprechenden Beschluss haben die Mitglieder des Grafschafter Kreistages nun einstimmig gefasst.

„Aufgabe der Klimaschutzkoordination ist die Abstimmung der Aktivitäten zwischen den Gemeinden und dem Landkreis und die Initiierung von gemeinschaftlichen Projekten“, erklärte der Erste Kreisrat Dr. Michael Kiehl in der Kreistagssitzung. Die geplante Vollzeitstelle soll zudem unter anderem zu Finanzierungsmöglichkeiten beraten und bei der Entwicklung von Energie- und Treibhausbilanzen unterstützen. Kiehl verwies darauf, dass bereits viele Klimaschutzprojekte in den einzelnen Gemeinden umgesetzt würden. Es sei aber „zu kleinteilig“, die Umsetzung der Maßnahmen in allen Kommunen allein umzusetzen. „Durch eine Koordination und durch ein Lernen voneinander können wir die Wirkung der einzelnen Maßnahmen noch weiter stärken und Synergien erreichen“, ist Kiehl überzeugt. Alle Gemeinden im Landkreis haben sich bereit erklärt, an der Klimaschutzkoordination mitzuwirken und den Landkreis bei der Bewerbung um die Fördergelder zu unterstützen. Der Förderantrag wird nun im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative der Bundesregierung gestellt.

Als weiteren wichtigen Baustein zur Stärkung des Klimaschutzes in der Grafschaft hob Kiehl die Fortschreibung des Klimaschutzkonzeptes als sogenanntes Vorreiterkonzept hervor: „Im Rahmen dieser Konzepterstellung verpflichten wir uns, die Klimaneutralität für den Landkreis bis zum Jahr 2040 zu erreichen. Das heißt nicht nur für den Bereich Strom, sondern auch für die ungleich herausfordernden Bereiche Mobilität und Wärme.“ Für die Kreisverwaltung und die Kreisliegenschaften solle dieses Ziel laut dem Ersten Kreisrat sogar schon bis zum Jahr 2035 erreicht werden.

Weiterführende Informationen rund um das Klimaschutzmanagement und das Klimaschutzkonzept finden Interessierte unter dem Menüpunkt „Klimaschutz“ auf der Website des Landkreises.