11.12.2020, 13:28 Uhr

Landkreis-Appell an Pflegeheimbesucher: Schutz hat Vorrang

Zum Schutz der Bewohner von Pflegeeinrichtungen bittet der Landkreis um Einhaltung der Hygienerichtlinien und Kontaktvermeidung. Symboloto: Westdörp

Zum Schutz der Bewohner von Pflegeeinrichtungen bittet der Landkreis um Einhaltung der Hygienerichtlinien und Kontaktvermeidung. Symboloto: Westdörp

Grafschaft „Unsere Gesellschaft ist nur so stark, wie sie ihre schwächsten Glieder zu schützen vermag. Wir tragen eine besondere Verantwortung für die älteren und schwächeren Bürgerinnen und Bürger – insbesondere für diejenigen, die in Pflegeeinrichtungen leben“, sind sich Landrat Uwe Fietzek und Sozialdezernentin Gitta Mäulen einig und betonen: „Gerade jetzt über die Adventszeit, die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel ist es daher unglaublich wichtig, dass Besuche mit den Einrichtungen abgestimmt und terminiert werden.“ Soziale Beziehungen und der Kontakt zu Angehörigen und nahestehenden Personen seien für die Lebensqualität und damit auch für die physische und psychische Gesundheit sehr wichtig, aber es seien natürlich die Regeln einzuhalten, um die älteren Menschen nicht zu gefährden, heißt es aus dem Kreishaus.

Regeln einhalten

Landkreisangaben zufolge standen seit Beginn der Pandemie die Pflegeeinrichtungen, Vertreter der niedergelassenen Ärzte und der Landkreis mit Gesundheitsamt und Heimaufsicht in engem Austausch. Acht Videokonferenzen haben demzufolge mittlerweile stattgefunden. Besonders das Thema Besuche in der Advents- und Weihnachtszeit habe in der vergangenen Besprechung eine große Rolle gespielt. Die Verantwortlichen in den Pflegeeinrichtungen empfehlen laut Landkreis, sich innerhalb der Familie abzustimmen, um die Zahl der Besuche zu begrenzen und Infektionen zu vermeiden. Organisatorisch sei die Terminvereinbarung auch notwendig, um lange Wartezeiten zu verhindern. Neben der Terminabstimmung sollten alle sogenannten AHA und L-Maßnahmen (Abstand/Maske/Desinfektion und Lüften) eingehalten werden, besonderen Schutz sollen dabei FFP2-Masken ohne Ventil bieten.

Kontaktverzicht soll Infektionsrisiko senken

Nach Informationen des Landkreises gelte, dass die Bewohner die Einrichtung zwar generell verlassen dürfen. Es sei aber zu berücksichtigen, dass auch außerhalb auf die Einhaltung der Hygienemaßnahmen zu achten sei. „Auf ein Treffen von Personen aus mehreren Haushalten sollte auch zu Weihnachten unbedingt verzichtet werden, um Infektionen zu vermeiden. Jeder Kontakt, insbesondere außerhalb der Einrichtung, erzeugt ein zusätzliches Risiko für Bewohner und Einrichtung. Nicht alles, was erlaubt ist, ist auch vernünftig. Jeder Kontakt, der vermieden werden kann, senkt das Infektionsrisiko. Wir sollten daher zu diesem Weihnachtsfest zwischen dem Wünschenswerten und dem Machbaren abwägen. Nichts wäre schlimmer, als wenn wir im neuen Jahr höhere Infektionszahlen hätten“, gibt Dezernentin Mäulen zu bedenken.

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