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18.07.2019, 18:00 Uhr

Landespolizei trainiert jetzt im neuen Zentrum in Lohne

Nach nur knapp sechs Monaten Bauzeit wurde der neue Trainingsstandort der Polizei im Emsland und der Grafschaft offiziell eingeweiht.

Vertreter des Landes, des Landkreises, der Behörden, der Gemeinde Wietmarschen, der Polizei und der Kreisjägershaft vollführten den symbolischen ersten Spatenstich für den Neubau einer Raumschießanlage. Foto: Polizei

Vertreter des Landes, des Landkreises, der Behörden, der Gemeinde Wietmarschen, der Polizei und der Kreisjägershaft vollführten den symbolischen ersten Spatenstich für den Neubau einer Raumschießanlage. Foto: Polizei

Inspektionsleiterin Nicola Simon nahm den symbolischen Schlüssel sichtlich stolz aus den Händen der Leiterin des staatlichen Baumanagements, Christina von Pozniak-Bierschenk entgegen. Diese Teilnahme ließen sich Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius und Finanzminister Reinhold Hilbers nicht entgehen. Neben der Einweihung des Standorts für das systemische Einsatztraining der Polizei wurde der erste Spatenstich für den Neubau einer Raumschießanlage, initiiert durch die Jägerschaft der Grafschaft, gefeiert.

Bereits im April haben Vertreter der Landes-und Bundespolizei, der JVA Lingen und die Kreisjägerschaft einen Nutzungsvertrag unterzeichnet. Zusammen mit dem neuen Trainingszentrum entsteht ein außergewöhnliches Leuchtturmprojekt. „Durch diesen neuen Stützpunkt haben wir einen optimalen Trainingsstandort geschaffen“, sagte Simon.

1997 wurde das systemische Einsatztraining als fester Bestandteil in die niedersächsische Polizeiausbildung integriert und wird seither permanent überprüft und aktuellen Geschehnissen in Bezug auf polizeiliche Alltagslagen und sicherheitspolitische Veränderungen angepasst. An diesem Standort werden sechs Polizeitrainer Polizeibeamten praxisnahe Alltagsszenarien bieten und sie optimal auf den polizeilichen Alltag und auf außergewöhnliche Situationen vorbereiten. „Mit dem ersten Spatenstich erfolgt eine weitere Optimierung der Trainingsbedingungen. Diese Voraussetzungen sind nicht nur in Niedersachsen, vielmehr bundesweit einmalig“, sagte Simon.

Der Innenminister machte deutlich, für die Landespolizei optimale Ausbildung-und Trainingsbedingungen schaffen zu wollen. „Dieser Stützpunkt ist einer von vielen Schritten im Modernisierungsprozess der niedersächsischen Polizei“, erklärte Pistorius. Mit der Zusammenarbeit der Kreisjägerschaft und den anderen Behörden entsteht eine echte „win-win-Situation“. „Das ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie für ähnlich gelagerte Interessen eine gemeinsame, praktische Lösung gefunden wird.“ Der Innenminister bedankte sich bei den Kollegen für die geleistete Arbeit und ihr Engagement. Dies trägt in erheblichem Maße dazu bei, den Menschen in Niedersachsen ein positives Sicherheitsempfinden zu vermitteln.

Als „Quantensprung“ bezeichnete Finanzminister Hilbers das neue SET-Gebäude. „Zu einem guten Arbeitsplatz gehören gute Bedingungen, dafür sind wir bereit Finanzmittel in die Hand zu nehmen“, sagte Hilbers. Der Bau sei mit Kosten von 1,99 Millionen Euro im kalkulierten Rahmen geblieben. Mit der Kooperation der Kreisjägerschaft sei für alle Beteiligten ein großer Mehrwert geschaffen worden. Dies sei zukunftsweisend.

Wietmarschens Bürgermeister, Manfred Wellen, dankte unter anderem der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr für die unkomplizierte Zusammenarbeit. Wellen stellte heraus, dass es wichtig sei, die Sicherheit der Polizei zu stärken. Dies sei mit dem neuen Trainingsstandort gelungen.

Die Leiterin des staatlichen Baumanagements Osnabrück-Emsland, Christina von Poszniak-Bierschenk, freute sich, als Bauherrin dieses einmalige Vorhaben an die Inspektionsleiterin übergeben zu können und bedankte sich in diesem Zusammenhang bei der Gemeinde Wietmarschen für den Verkauf des Grundstückes in Höhe eines symbolischen Euros.

Der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Grafschaft Bentheim, Thomas Heils, zeigte sich als Vertreter sehr stolz, Kooperationspartner für diese zunächst „fixe“ Idee gefunden zu haben und letztendlich diese Anlage planen und bauen zu können. „Ohne die Träger öffentlicher Belange wäre dies nicht möglich gewesen“, sagte Heils.

Die Inspektionsleiterin dankte der Jägerschaft Bad Bentheim und allen Kooperationspartnern für die gelungene Umsetzung dieses einzigartigen Projektes und schloss ihre Rede mit den Worten: „Mit diesem Trainingsstandort wurde ein wichtiger Grundstein gelegt. Denn eines wollen wir alle, dass jeder Polizeibeamte nach dem Dienst unversehrt zu Familie und Freunden heimkommt.“