25.05.2022, 16:35 Uhr

LandBauTechnik-Innung informiert sich über „Smart Farming“

Hubert Riepenhausen, Obermeister der Innung für Land- und Baumaschinentechnik, bedankte sich bei Referentin Eva Schröer-Merker für den informativen Fachvortrag zum Thema „Automotives Fahren in der Landwirtschaft“. Foto: Kreishandwerkerschaft Emsland

Hubert Riepenhausen, Obermeister der Innung für Land- und Baumaschinentechnik, bedankte sich bei Referentin Eva Schröer-Merker für den informativen Fachvortrag zum Thema „Automotives Fahren in der Landwirtschaft“. Foto: Kreishandwerkerschaft Emsland

Lingen Wie entwickelt sich die Landtechnik in der Zukunft? Mit dieser Fragestellung haben sich die Teilnehmer der diesjährigen Innungsversammlung der LandBauTechnik-Innung für die Altkreise Lingen und Meppen und den Landkreis Grafschaft Bentheim befasst. Obermeister Hubert Riepenhausen begrüßte die Vertreter der Mitgliedsbetriebe nach einer langen pandemiebedingten Pause im Sitzungssaal des Campus Handwerk in Lingen.

In einem detaillierten Vortrag referierte Eva Schröer-Merker von der Maschinenfabrik Bernhard Krone aus Spelle zum Thema „Automotives Fahren in der Landwirtschaft“, das auch als „Smart Farming“ bezeichnet wird. Schröer-Merker stellte die Konzeptstudie einer autonomen „Verfahrenstechnischen Einheit“ (VTE) der Firmen Krone und Lemken vor. Diese Studie besteht aus einer kompakten Einheit mit dieselelektrischem Antrieb und einer Gesamtleistung von 170 kW (230 PS) in Kombination mit verschiedenen Anbaugeräten. Mit dem Verweis auf die Entwicklungsergebnisse anderer Hersteller betonte Eva Schröer-Merker das Ziel der Kooperationspartner, eine innovative Lösung auch für vorhandene Anbaugeräte zu schaffen. Das Zugfahrzeug verfüge über umfangreiche Sensorsysteme, die das Umfeld und auch die Arbeitsgeräte überwachen. Die Bedienung und Überwachung der Einheit erfolge über mobile Endgeräte, Arbeitsaufträge und Dokumentationen würden über ein Kommunikationsmodul und die bekannte Datendrehscheibe „Agrirouter“ übermittelt. Mit dem Einsatz der VTE wollen Krone und Lemken ebenfalls eine nachhaltige Antwort auf den drohenden Fachkräftemangel in der Branche bieten, so die Referentin. Anstatt lange Arbeitstage auf dem Feld zu verbringen, könne sich der Landwirt zukünftig als Systembetreuer auf die Kontrolle der VTE konzentrieren, die eine gleichbleibende, präzise Arbeitsqualität liefere. Die interessierten Sitzungsteilnehmer zeigten sich beeindruckt von der Konzeptstudie und diskutierten gemeinsam mit der Referentin kritisch deren Umsetzbarkeit.

Ein weiterer Themenschwerpunkt der Versammlung war die Nachwuchswerbung. Das LandBauTechniker-Handwerk habe aktuell noch stabile Ausbildungszahlen, so Obermeister Riepenhausen. Damit das so bleibe, werde die Innung erneut mit eigenen Infoständen an den Berufsinformationsbörsen des Landkreises in Lingen und Meppen teilnehmen. Des Weiteren wurden die Durchführung eines Werkstattgespräches im Unternehmen Krone sowie das Angebot eines Fahrsicherheitstrainings für Auszubildende vereinbart.