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14.08.2019, 09:00 Uhr

Land fördert West-Östlichen Diwan in Münster

„Ein tolles Projekt, das Menschen miteinander verbindet“, lautete das Kompliment von NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach für den West-Östlichen Diwan in Münster.

Land fördert West-Östlichen Diwan in Münster

Sitzprobe auf dem Domplatz für den West-Östlichen Diwan mit (von links) Oberbürgermeister Markus Lewe, Ministerin Ina Scharrenbach, Klaus Bösing vom Eine-Welt-Forum und Projekt-Initiator Thomas Nufer. Foto: Presseamt Münster.

Dieser wird am 31. August und 1. September zum zweiten Mal mit Hunderten Teppichen auf dem Domplatz einen Begegnungsraum für Menschen aus dem deutsch-westfälischen und dem arabisch-persischen Kulturraum schaffen. Die Ministerin übergab Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe einen Förderbescheid über 29 000 Euro, „damit der West-Östliche Diwan in diesem Jahr fliegen kann“. Damit übernimmt das Land die Hälfte der Projektkosten.

Initiator der Veranstaltung ist der Künstler Thomas Nufer, Projektträger das münstersche Eine-Welt-Forum. Unter den Skulpturen der Dichter Goethe und Hafis begegnen sich beim West-Östlichen Diwan die arabische und persische mit der deutschen Sprache in Literatur und Poesie, Schauspiel, Musik und Tanz. Urfaust in Persisch, Hafis-Texte auf Plattdeutsch, Baklava mit Käsekuchen - arabische, iranische und westfälische Kunst- und Kulturschaffende, Chöre, Erzählerinnen und Gastronomen wirken mit.

Damit wird der Platz im Zentrum der Stadt zum Ort aus 1001 Nacht, in dem Geschichten, Erfahrungen und Erlebnisse ausgetauscht werden. „Ein faszinierendes Erlebnis von Zusammenhalt“, erinnerte sich Oberbürgermeister Lewe an die erste Auflage der Veranstaltung vor einem Jahr. Sie habe die Qualitäten eines neuen Formats, um den öffentlichen Raum zu bespielen. „Die Ehre gebührt Hafis und Goethe“, gab sich Initiator Nufer bescheiden. Goethes Gedichtsammlung „West-Östlicher Diwan“, die dem Projekt den Namen gegeben hat, sei vor nun 200 Jahren erschienen. Darin hält Goethe fest, worum es geht: „Wer sich selbst und andere kennt, wird auch hier erkennen: Orient und Okzident sind nicht mehr zu trennen.“