03.08.2022, 11:05 Uhr

Kulturzentrum Alte Weberei bereitet sich auf neue Saison vor

Die Sommerpause in der Alten Weberei wird dazu genutzt, die Veranstaltungssäle mit Akustik-Panels auszustatten. Im Anschluss soll auch die elektroakustische Anlage erneuert werden. Foto: Alte Weberei

Die Sommerpause in der Alten Weberei wird dazu genutzt, die Veranstaltungssäle mit Akustik-Panels auszustatten. Im Anschluss soll auch die elektroakustische Anlage erneuert werden. Foto: Alte Weberei

Modernisierung und Verbesserung in den Veranstaltungssälen der Alten Weberei in Nordhorn: Das Kulturzentrum nutzt den jährlichen Urlaubskorridor im Sommer traditionell für zahlreiche Umbau- und Instandhaltungsmaßnahmen am Gebäude. Im Fokus stehen dieses Jahr Verbesserungsmaßnahmen der Saalakustik.

„Akustische Defizite der Halle sollen durch zwei Vorhaben behoben werden. Zurzeit applizieren wir Akustikschaum-Panels, im zweiten Teil folgt dann die Erneuerung der elektroakustischen Anlage“, erläutert Manuel-Maurice Evers, Geschäftsführer des Kulturzentrums Alte Weberei, und fügt hinzu: „Durch das Einbringen von Akustikschaum kann die Nachhallzeit in den Sälen 1 und 2 und in Zukunft auch im Foyer um etwas über eine Sekunde breitbandig verringert werden. Dadurch können die DIN-Normen für Veranstaltungsräume mit elektrisch verstärktem Musik- und Sprachprogramm eingehalten werden.“

Zur Erhaltung und Stärkung der bundesweit bedeutenden Kulturlandschaft unterstützt der Bundesverband Soziokultur dieses Vorhaben im Rahmen der Ausschreibung „Neustart Kultur“ mit einer Fördersumme in Höhe von 100.000 Euro. „Durch die Förderung hat unser Haus eine deutliche Aufwertung erfahren. Räume können endlich für soziokulturelle Projekte genutzt werden, größeren Gruppen ist es nun möglich, in den Sälen zu proben und auch Hygienestandards können durch die räumliche Entzerrung besser eingehalten werden. Wir sind sehr dankbar für diese Möglichkeit“, betont Evers.

Zusätzlich zur Ausrüstung mit Akustik-Panels wird auch die elektroakustische Anlage erneuert. Neben der finanziellen Unterstützung durch den Bundesverband wird diese Maßnahme auch von der Stadt Nordhorn mit einer Fördersumme in Höhe von 50.000 Euro sowie vom niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur mit 20.000 Euro unterstützt. „Momentan ist die Alte Weberei bei größeren Veranstaltungsformaten darauf angewiesen, das technische Equipment anzumieten, wodurch enorme Zusatzkosten entstehen. Diese Kosten würden sich zukünftig verringern, sodass mehr der Soziokultur zugutekommen kann, da solche Anmietungen nicht mehr im gleichen Maße erforderlich wären“, erklärt Evers und ergänzt: „Aufgrund der guten Mobilität der geplanten Anlage wäre in Zukunft auch eine Nutzung auch im Außenbereich möglich“.

Bürgermeister Thomas Berling äußert sich positiv über die Entwicklung des Nordhorner Kulturzentrums: „Dank der gezielten Investitionen der vergangenen Jahre ist das Kulturzentrum Alte Weberei auf einem hochmodernen Stand. Ich freue mich sehr, dass wir hier dank des engagierten Teams und der guten Zusammenarbeit eines der attraktivsten und vielseitigsten Veranstaltungshäuser der Region haben“, betont Berling.