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12.08.2020, 15:49 Uhr

Künstliche Intelligenz Hilfe gegen Fluglärm in Nordhorn?

SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder zu Gast bei der Notgemeinschaft Nordhorn Range. Foto: SPD

SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder zu Gast bei der Notgemeinschaft Nordhorn Range. Foto: SPD

Nordhorn Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder war auf Einladung zu Gast bei der Mitgliederversammlung der Notgemeinschaft Nordhorn Range.

„Die Nordhorn Range stellt für zahlreiche Menschen in der Region noch immer eine große Belastung und Gefahr dar. Neben dem Fluglärm der tieffliegenden Kampfflugzeuge, der die Anwohnerinnen und Anwohner stark beeinträchtigt, gibt es auch weiterhin Sicherheitsbedenken bezüglich des Lingener Kernkraftwerks in unmittelbarer Nähe zum Luft-Boden-Schießplatz, einzelner Fehlwürfe und der Belastung für Flora und Fauna. Auch wenn die Schließung zum jetzigen Zeitpunkt aufgrund der weltpolitischen Lage und einer immer stärkeren globalen Militarisierung wohl unrealistisch erscheint, haben die Mitglieder der Notgemeinschaft Nordhorn Range in den vergangenen Jahrzehnten mit ihrem tatkräftigen Engagement viel erreicht – und mit mir als Friedens- und Außenpolitikerin eine Unterstützerin an ihrer Seite“, betont Dr. Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems.

Die Bürgerinitiative Notgemeinschaft Nordhorn-Range kämpft bereits seit rund 50 Jahren für die Schließung des Luft-Boden-Schießplatzes. Im vergangenen Jahr stellte die Notgemeinschaft einen Antrag an den Kreistag zur Neuberechnung der Lärmschutzzonen. Das erklärte Ziel: Das Land Niedersachsen soll durch den Kreistag aufgefordert werden, die Lärmschutzzonen des Schießplatzes zu überprüfen. Aufgrund des geringer gewordenen Flugaufkommens in den vergangenen Jahren bestehe die begründete Erwartung, dass zumindest eine Verkleinerung der bestehenden Lärmschutzzonen erreicht werden könne. Dies würde sowohl die gemeindlichen Planungsmöglichkeiten erweitern als auch neue Flugrouten verhindern helfen, stellte Günter Roelofs, geschäftsführender Sprecher der Notgemeinschaft Nordhorn-Range heraus.

„Die Digitalisierung und die sich stetig weiterentwickelnde Künstliche Intelligenz, die ganz wesentlich im Verteidigungsbereich Anwendung findet, sollte auch bei militärischen Übungen deutlich stärker einbezogen werden. So könnten zumindest die Simulationen von Abwürfen dazu beitragen, Fehlwürfe zu vermeiden und Fluglärm zu reduzieren. Eine Veranstaltung, die das Auswärtige Amt unter der Leitung von Außenminister Heiko Maas und auch meine häufigen Besuche bei der WTD 91 in Meppen haben mir im vergangenen Jahr gezeigt, welche weitreichenden technischen Möglichkeiten im Bereich der Sicherheitspolitik inzwischen möglich sind. Hierzu habe ich daher einen Brief an das Bundesverteidigungsministerium gesandt und eine belastbare Auskunft über die Anwendung von künstlicher Intelligenz und simulierten Flügen und Bombenabwürfen erbeten. Ein Antwortschreiben steht allerdings noch aus“, hob De Ridder hervor, die als stellvertretende Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses regelmäßig den Austausch mit hochrangigen Verteidigungspolitikern, so auch mit der Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, pflegt.

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