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12.08.2020, 13:03 Uhr

Künstlergespräch mit Ulrike Zilly im Kloster Bentlage

Ulrike Zilly und wie sie die Welt sieht. Im Künstlergespräch gibt sie dazu einen Einblick. Foto: Kloster Bentlage

Ulrike Zilly und wie sie die Welt sieht. Im Künstlergespräch gibt sie dazu einen Einblick. Foto: Kloster Bentlage

Rheine Als Ulrike Zillys Ausstellung „Ich will mein Reh zu Ende malen!“ im Juni eröffnet wurde, konnte dies nur unter strengen Vorkehrungen geschehen. Eine klassische Eröffnung war nicht möglich und so musste auch auf die eine erläuternde Einführung verzichtet werden. Beim Künstlergespräch am kommenden Sonntag, 16. August, um 15.30 Uhr im Festsaal des Klosters Bentlage, kann das ein wenig nachgeholt werden

Die Düsseldorfer Künstlerin war bereits 2011 im Kloster Bentlage mit ihren Adelsporträts zu Gast. Ihr markanter Stil bricht mit der Erwartungshaltung klassischer Porträtmalerei und kommt damit dem Wesen der Porträtierten umso näher. In der aktuellen Ausstellung ist das Thema Kindheit tonangebend. Hier zeigt sie Werke, die jenseits kindlicher Niedlichkeit agieren. Ihre Malerei, Zeichnungen, Holzschnitte und Plastiken zeigen die Prozesse adoleszenter Selbstbestimmung und -findung, das ganze Drama und auch die Komödie des Heranwachsens und Werdens, das bei ehrlicher Betrachtung ein Leben lang nicht aufhört. Neben der Darstellung von Kindern finden sich auch Motive und Elemente aus der kindlichen Lebensumwelt. Der Titel „Ich will mein Reh zu Ende malen“ spiegelt dabei einerseits die Intensität kindlicher Selbstbehauptung, wurzelt aber andererseits auch tief in der Lebenserfahrung von Ulrike Zilly selbst. Farbig, kraftvoll und zart zugleich, mit unsentimentaler Direktheit und freundlicher Empathie teilt sie ihre Beobachtungen künstlerisch mit.

Beim Künstlergespräch wird neben der Künstlerin selbst und dem künstlerischen Leiter von Kloster Bentlage, Jan-Christoph Tonigs, auch Dr. Maria von Kerssenbrock-Krosigk an dem Gespräch teilnehmen. Sie hat für den Ausstellungskatalog einen wunderbaren Text über ihren Besuch im Zilly’schen Atelier geschrieben: „Es ist eine Welt, die ich mit mir trage in unseren Lockdown, in eine Welt voller Beschränkungen und neuartiger Ungewissheiten. Nie zuvor war unsere Normalität so fragil, so wahrnehmbar als Konstrukt. Wir haben den Abstand gehalten und sind uns doch nahe gekommen durch eine Bildwelt, die in ihrer ganzen Schrägheit und Ungewohntheit den Blick befreit.“ Ganz in diesem Sinne soll auch das Künstlergespräch stattfinden. Der Festsaal von Kloster Bentlage ist entsprechend eingerichtet, so dass man unter Einhaltung der Abstandsregeln dem Gespräch folgen kann.

Ab 15:00 Uhr verkehrt ein Pendelbus zwischen dem Parkplatz Saline Gottesgabe und dem Kloster. Der Eintritt ist frei.

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