04.01.2022, 08:40 Uhr

Krimi-Dinner Hitchc(o)ock feiert Uraufführung im Bon Café

Der Altmeister des Suspense diente als Inspirationsquelle. Foto: Schauspiel Dinner

Der Altmeister des Suspense diente als Inspirationsquelle. Foto: Schauspiel Dinner

Nordhorn Zur Zeit proben Eva Götting-Ennen und Daniel Niers vom Schauspiel Dinner für ihr neues Stück „Hitchco(o)ck à la Carte“.

Zu erraten, wer sie dabei inspirierte, ist für Cineasten, aber auch viele andere wohl eine der leichtesten Aufgaben. Spannung, Nervenkitzel, Serienmörder, Psychopathen aller Art und eine Vorliebe für kühle Blondinen - dem breiten Publikum ist Filmregisseur Alfred Hitchcock vor allem als „Master of Suspense“ ein Begriff. Aus der Lust an der Angst hat Hitchcock sein Erkennungszeichen gemacht. Er war ein faszinierender Leinwandmagier, der komische wie furchteinflößende Effekte gleichermaßen beherrschte.

Was nicht so bekannt ist: Die große Rolle, die seine Frau Alma Reville nicht nur in seinem Leben, sondern auch in seinem Werk spielte. Mit ihr bildete Alfred Hitchcock ein Ausnahme-Tandem der Filmgeschichte.

Hinter der berühmten Silhouette verbargen sich in Wirklichkeit also zwei Hitchcocks, Hitch und Alma. Vom ersten Tag ihrer Begegnung an bis zum Ende ihres Lebens konzipierten die beiden Unzertrennlichen in echter Gemeinschaftsarbeit Meisterwerke, die Filmgeschichte schrieben. Zwischen den beiden herrschte sofort absolute Vertrautheit; er beginnt einen Satz, sie beendet ihn; er hat eine Idee für einen Plot, sie entwickelt ihn weiter. Sie ist es schließlich auch, die die Reihenfolge der Einstellungen der Duschszene in „Psycho“ festlegt. Trotz der in dieser Hinsicht so symbiotischen Beziehung gibt es in anderer Hinsicht auch dunkle Seiten, wie Hitchcocks besondere Zuneigung zu seinen oft jungen und blonden und vor allem schönen Schauspielerinnen, die über das Berufliche hinausgegangen sein sollen, wie Tippi Hedrin, Darstellerin in „Die Vögel“ und „Marnie“, in Interviews berichtete.

Basierend auf diesen Kenntnissen ließen Eva Götting-Ennen und Daniel Niers ihre Fantasie spielen und schreiben das schon genannte Stück „Hitchco(o)ck á la Carte“, das sie als Krimi-Dinner präsentieren.

Sie entwickelten die Figuren Alma und Alfred auf ihre besondere Art. Alfred ist bei ihnen ein neurotischer Nerd und krankhaft besessener Alfred Hitchcock-Fan, der in seiner Hitchcock-Parallelwelt lebt, Alma seine Frau, die der Ehe mit ihrem Mann und seiner krankhaften Hitchcock-Manie überdrüssig ist.

Dass sich aus dieser toxischen Beziehung auch kriminelle Energie entwickelt, liegt nahe. Wer jetzt allerdings wissen möchte, wie das Stück „Hitchco(o)ck á la Carte“ ausgeht, dem sei an dieser Stelle gesagt, dass das natürlich hier nicht verraten werden darf. Oder hätten sie beispielsweise bei „Psycho“ schon vorher wissen wollen, dass Anthony Perkins der Mörder ist. Na also!

Interessierten, die mehr wissen möchten, ist zu empfehlen, einer der Aufführungen beizuwohnen, die für das kommende Jahr geplant sind. Die Uraufführung erfolgt am 28. Januar im Bon Café Events an der Hagenstraße in Nordhorn. Weitere Termine sind der 29. Januar, der 4., 5., 11., 12., 18., 19., 25. und 26. Februar. Anmeldungen nimmt das Bon Café unter der Telefonnummer 05921 8507030 oder per E-Mail an info@boncafe-events.de entgegen.