15.04.2019, 19:45 Uhr

Kreissparkasse und Kreissportbund fördern Blindenschießgruppe

Das Kellergeschoss der Deegfeld-Sporthalle ist die sportliche Heimat der Blindenschießgruppe der Nordhorner Sportschützengemeinschaft (NSG). Hier bereiten sich die Schützen auf die Wettkämpfe vor.

Helga Götker (am Sportgewehr) testet das neue Zielgerät. Andreas Kruse (rechts, Sparkasse), Torsten Bakirci (Zweiter von rechts, KSB) und Georg Alferink (Zweiter von links, KSB) freuten sich mit Gerhard Kock (von links), Alfred Klaas und Derk Rökker (alle NSG) über die neue Schießsport-Ausrüstung. Foto: privat

Helga Götker (am Sportgewehr) testet das neue Zielgerät. Andreas Kruse (rechts, Sparkasse), Torsten Bakirci (Zweiter von rechts, KSB) und Georg Alferink (Zweiter von links, KSB) freuten sich mit Gerhard Kock (von links), Alfred Klaas und Derk Rökker (alle NSG) über die neue Schießsport-Ausrüstung. Foto: privat

In diesem Jahr wird die Blindenschießgruppe 15 Jahre alt und konnte in der Vergangenheit große Erfolge feiern. Höhepunkt war im Jahr 2014 der Gewinn der deutschen Meisterschaft durch den Nordhorner Klaus Berling, der auf dem Olympia-Schießstand in München 544 Ringe schoss. Zeitgleich holte Helga Götker die Bronzemedaille.

Nach all den Jahren weist das Material deutliche Gebrauchsspuren auf. Insbesondere die Zielgeräte und -vorrichtungen waren nicht mehr zeitgemäß. Dank der finanziellen Unterstützung der Kreissparkasse Nordhorn, die 2000 Euro aus den Reinerträgen der Sparkassenlotterie „Sparen+Gewinnen“ zur Verfügung stellt, und dem Kreissportbund, der sich mit 1000 Euro aus dem Inklusionsprojekt „Sport für alle“ beteiligt, konnte sich die Blindenschießgruppe zwei neue Zielgeräte anschaffen.

Andreas Kruse, stellvertretender Leiter des Sparkassen-BeratungsCenters Bahnhofstraße, und die KSB-Vertreter Georg Alferink (Vorstand) und Torsten Bakirci (Projektleiter) machten sich vor Ort ein Bild von der neuen Zielmethode. Die Zielvorrichtungen arbeiten mit einer hochauflösenden, schnellen Kamera. Im Ziel befindet sich eine LED-Diode, die von der Kamera wahrgenommen wird. Wenn mit der speziellen Zieloptik gezielt wird, dann ertönt im Kopfhörer des Schützen zunächst ein dumpfes Piepen. Je mehr aber das Zentrum der Zielscheibe anvisiert wird, umso heller wird der Piepton. „Die Schützen zielen sozusagen mit den Ohren“, verdeutlicht Gerhard Kock.

Die neuen Zielvorrichtungen sind international und für die Paralympics zugelassen. „Das neue System ist leichter und auch vom Schützen zu bedienen, arbeitet unabhängig von den Lichtverhältnissen und kann auf Papierscheiben und auch auf elektronische Scheiben eingesetzt werden“, freut sich Derk Rökker, Vorstandsmitglied der NSG, über die neuen Zielgeräte einschließlich eines neuen Laptops im Gesamtwert von mehr als 4000 Euro.

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