Grafschafter Nachrichten
15.04.2020

Kreis-SPD will Eltern wegen Corona-Folgen entlasten

Kreis-SPD will Eltern wegen Corona-Folgen entlasten

Kita-Gebühren sollen bei fortgesetzter Schließung weiter nicht erhoben werden. Foto: SPD

Bei einer Telefonkonferenz hat die Kreis-SPD Maßnahmen wegen der Corona-Pandemie diskutiert. So sollen alle Eltern von den Kita-Gebühren im April, bei fortgesetzter Schließung auch darüber hinaus, befreit werden.

Nordhorn „Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie greifen tief in unsere Grundrechte ein, sind aber wirksam“, schreibt die Kreis-SPD in einer Pressemitteilung. „Halten Sie sich weiterhin solidarisch an die Regeln“,fordert die Kreisvorsitzende Silvia Pünt-Kohoff, die sich lobend über die Disziplin der Bürgerinnen und Bürger äußerte.

Die Kreis-SPD hat in einer Telefonkonferenz vor Ostern intensiv verschiedenen Maßnahmen der Corona-Pandemie auf Landkreisebene diskutiert. Die Kreis-SPD fordert den Landkreis auf, alle Eltern von den Kita-Gebühren im April, bei fortgesetzter Schließung auch darüber hinaus, vollständig zu entlasten. Das ist in einigen Kommunen bereits geplant. „Wie sehen den Landkreis in der Pflicht, für alle Eltern in der Grafschaft gleiche Bedingungen herzustellen. Die Eltern betreuen nun selbst, sind dabei im Homeoffice oder müssen unbezahlten Urlaub nehmen. Nicht wenige sorgen sich um ihre wirtschaftliche Existenz“, begründet Pünt-Kohoff die Maßnahme.

Besonders wichtig für die Kreis-SPD: Die Situation in den Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie in der ambulanten Pflege. „Wir alle sorgen uns um die Bewohner. Bei Erkrankung haben sie ein erhöhtes Risiko auf einen schweren Verlauf. Der Landkreis wird aufgefordert, die Pflegedienste und Einrichtungen bei der Beschaffung der notwendigen Schutzkleidung, auch des Mund-Nasen-Schutzes, zu unterstützen, wo nötig“, so Joshua Schomakers vom SPD-Ortsverein Wietmarschen-Lohne. Zusätzlich bedeutsam für die Kreis-SPD sind laut Schomakers folgende Punkte: „Möglichst kleine Gruppen von Bewohnern bilden, die von konstantem Pflegepersonal betreut werden können. Auch an die Reinigungskräfte muss gedacht werden. So kann eine Infektion, sollte sie unvermeidbar sein, zumindest begrenzt bleiben. Und: Noch gilt das Besuchsverbot. Dies ist für Angehörige äußerst schmerzhaft. Der Landkreis muss prüfen und beraten, wie eine Lockerung des Besuchsverbots zu gegebener Zeit umgesetzt werden kann, ohne dass Bewohner und Mitarbeiter gefährdet werden. Test-Strategien müssen eventuell angepasst werden. Richtig findet die SPD, dass die Gartenabfallplätze wieder geöffnet werden. Die Grafschafter haben gezeigt, dass sie sich an die Regeln zur Eindämmung der Epidemie halten. Deswegen muss nun Zug um Zug geprüft werden, wo Angebote der Kommune unter strengen Hygieneauflagen wieder eröffnet werden können. Das betrifft in einem nächsten Schritt auch die Wertstoffhöfe. Der Landkreis muss dazu Konzepte entwickeln.“

In der Telefonkonferenz informierte die Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder zu den Soforthilfen des Bundes. Zusätzlich mahnte Erhard Kreth vom SPD-Ortsverein Bad Bentheim an: „Die Pandemie zeigt, dass wir europaweite, solidarische Lösungen benötigen. Ein Staat alleine kann die Probleme nicht sinnvoll lösen.“ Die Kreis-SPD setzt über Telefon- und Videokonferenzen, digitale Plattformen und soziale Medien die politische Arbeit fort, um dabei die Regeln der physischen Distanz selbst zu wahren.

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