27.08.2019, 17:00 Uhr

Kreis Emsland bekräftigt Partnerschaft mit Polen

15 Jahre währt die Partnerschaft des Landkreises Emsland mit dem polnischen Landkreis Lidzbark-Warminski. Dieses Jubiläum nehmen die beiden Kommunen zum Anlass, bei Besuchen den gegenseitigen Austausch und das direkte Gespräch zu pflegen.

Das 15-jährige Bestehen der Partnerschaft zwischen den Landkreisen Emsland und Lidzbark-Warminski war der Anlass für den Besuch einer polnischen Delegation unter Führung des Landrats Jan Harhaj (9. von rechts) im Landkreis Emsland. Foto: Landkreis Emsland

Das 15-jährige Bestehen der Partnerschaft zwischen den Landkreisen Emsland und Lidzbark-Warminski war der Anlass für den Besuch einer polnischen Delegation unter Führung des Landrats Jan Harhaj (9. von rechts) im Landkreis Emsland. Foto: Landkreis Emsland

Eine polnische Delegation war vom vergangenen Mittwoch bis Samstag (21. bis 24. August) im Landkreis Emsland zu Gast. Anfang Oktober werden Vertreter des Landkreises Emsland aus Verwaltung und Politik die Reise nach Polen antreten.

Landrat Jan Harhaj, der stellvertretende Landrat Jaroslaw Kogut, der Abgeordnete des polnischen Parlaments Sejm, Jacek Protas, Landtagsabgeordneter Mark Chyl, polnische Kreistagsabgeordnete sowie Anna Tkaczuk, Schulleiterin des Gymnasiums in Lidzbark Warminski, wurden zunächst im Meppener Kreishaus von Landrat Reinhard Winter begrüßt.

Er erinnerte an die zahlreichen Projekte, die zur Verstetigung und Vertiefung der deutsch-polnischen Partnerschaft geführt haben. „In den 15 Jahren sind fast 85 Jugendprojekte im schulischen, sportlichen und kulturellen Bereich durchgeführt worden. An ihnen haben nahezu 4300 junge Deutsche und Polen aus beiden Partnerkreisen teilgenommen“, machte er deutlich, dass diese Partnerschaft lebt. Im Anschluss daran wurden die Rettungsleitstelle in der Kreisverwaltung sowie der Fortschritt auf der Baustelle des Kreishauses III vorgestellt.

Als ein Leistungsträger des emsländischen Mittelstandes wurde die Firma Emsland Frischgeflügel in Haren besichtigt. „Die Veredlungswirtschaft spielt im tierstarken Landkreis Emsland eine besondere Rolle“, machte Winter deutlich. Am Abend wurde mit der Unterzeichnung von Urkunden durch die beiden Landräte die Partnerschaft noch einmal formal bekräftigt.

Am darauffolgenden Tag standen mit der Besichtigung der Gedenkstätte Esterwegen und von Schloss Clemenswerth in Sögel zwei besondere „Wahrzeichen“ des Emslandes auf dem Programm. Beide Einrichtungen seien dem Emsland „lieb und teuer“, spielte Winter auf die finanziellen Zuwendungen des Landkreises für Betrieb und Weiterentwicklung der Einrichtungen an.

Auf Beschluss des Kreistages war die Gedenkstätte 2011 für rund 5,8 Millionen Euro eingerichtet worden und wird seither jährlich mit einer halben Million Euro an Betriebskostenzuschüssen unterstützt. Beim Schloss Clemenswerth steht mit dem geplanten Besucherzentrum, das die historische Anlage für eine verbesserte museumsdidaktische Arbeit erweitern soll, ebenfalls eine millionenschwere Ausgabe an.

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