19.10.2020, 11:02 Uhr

Kramer behält Vorsitz der Jungen Union Osnabrück-Emsland

Den ersten digitalen Bezirkstag des Bezirksverbandes Osnabrück-Emsland der Jungen Union verfolgt der wiedergewählte Vorsitzende Malte Kramer vom Laptop aus. Foto: privat

Den ersten digitalen Bezirkstag des Bezirksverbandes Osnabrück-Emsland der Jungen Union verfolgt der wiedergewählte Vorsitzende Malte Kramer vom Laptop aus. Foto: privat

Osnabrück Erstmals in der Geschichte des Bezirksverbandes der Jungen Union (JU) Osnabrück-Emsland wurde ein Bezirksdelegiertentag (BDT) nicht vor Ort, sondern online per Videokonferenz abgehalten. Bei den turnusmäßig durchgeführten Vorstandswahlen ist Malte Kramer als Bezirksvorsitzender bestätigt worden. „Corona hat uns vor große Herausforderungen gestellt, aber wir konnten den JU-Delegierten ein digitales Format mit Videokonferenz und Abstimmungsmechanismen bieten“, resümiert der JU-Bezirksgeschäftsführer Matthias Effenberger am Ende des ersten digitalen BDTs.

Auf einstimmigen Beschluss des Bezirksvorstandes eine Woche zuvor, erfolgte eine Umladung aller Delegierten und Gäste von der geplanten Präsenzveranstaltung in Meppen zu einer Videokonferenz. So trafen sich 80 Delegierte und Gäste zum virtuellen Treffen des Parteinachwuchses. Der JU-Bezirksvorstand reagierte damit auf den Anstieg der Corona-Infektionen vor allem im Emsland und der Grafschaft Bentheim. Der JU-Bezirksvorsitzende, Malte Kramer, dankte den Teilnehmern für ihr Verständnis.

Besonders freute sich Kramer über die digitale Zuschaltung der stellvertretenden CDU-Bundesvorsitzenden, Silvia Breher (MdB), aus Cloppenburg. Breher zeigte sich überrascht von der Qualität des digitalen Treffens. „Ihr demonstriert beispielhaft, wie man die digitalen Möglichkeiten heute anwendet und so Zeichen für die Corona-Schutzmaßnahmen trifft.“ Im weiteren Verlauf ihres Impulsvortrags ging Breher auf die kommenden Wochen der Bundespartei ein. Sie verwies auf die großen Anstrengungen der Satzungs- und Strukturkommission, die zur Erneuerung der CDU führen sollen. „Es ist wichtig, dass wir diese Diskussionen, insbesondere auch zum Grundsatzprogramm, so zeitnah wie möglich nachholen“, so die Cloppenburger Bundestagsabgeordnete. „Wir müssen deutlich machen, dass die CDU die richtigen Lösungen für die zukünftigen Herausforderungen der Menschen hat, die sich im Bereich der Digitalisierung, Klimaschutz und durch neue Innovationen ergeben.“ Hier müsse die CDU laut Breher Mut beweisen und Geschlossenheit demonstrieren.

Nach seinem Bericht und der Entlastung des Vorstandes bewarb sich Malte Kramer erneut um das Amt des Bezirksvorsitzenden. Der 31-jährige Nordhorner Jurist wurde mit über 93 Prozent der Stimmen von den Delegierten in seinem Amt bestätigt. Als stellvertretende Bezirksvorsitzende kandidierten Benedikt Lücken aus dem Kreisverband Meppen, die Osnabrückerin Jessica Bayer sowie Matthias Effenberger aus dem Kreisverband Osnabrück-Land. Zum neuen Bezirksgeschäftsführer wählten die Delegierten Max Fockenbrock aus Lingen. Neuer Bezirksschatzmeister ist Heinz Möddel aus der Grafschaft-Bentheim und neue Bezirksschriftführerin ist Michaela Führs aus dem Kreisverband Aschendorf-Hümmling. Der Lingener Simon Göhler wurde als Pressesprecher wiedergewählt, und als Beisitzer wurden Brit Filies, Gerke Feindt, Lukas Havliza, Matthias Escher, Paul-Josef Bodensieck und Philipp Kleymann gewählt.

Neben den Wahlen standen auch digitale Diskussionen über Sachanträge auf dem Programm. So fordern die Jungunionisten den Bundesverkehrsminister sowie die Verkehrsministerkonferenz auf, die gegenseitige Anerkennung des „Begleitenden Fahrens ab 17“ in Deutschland und des niederländischen Modells „2toDrive“ auf den Weg zu bringen. Weiterhin fordert die JU ein generelles Überholverbot für Lastwagen über 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht auf Land- und Bundesstraßen, sowie zweispurigen Autobahnen. Aber auch das Thema Plattdeutsch stand auf der Tagesordnung. Der Antrag für eine Entwicklung einer Sprachlern-App für Plattdeutsch wurde angenommen.

Malte Kramer dankte für die gute Disziplin nach über vier Stunden Tagung und versprach, die aufgrund der Programmverkürzung nicht behandelten Themen und Gäste zu neuen Veranstaltungsformaten einzuladen.

In ihrem Impulsvortrag spricht sich die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Silvia Breher (MdB) für mehr Mut bei der CDU aus. Foto: privat

In ihrem Impulsvortrag spricht sich die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Silvia Breher (MdB) für mehr Mut bei der CDU aus. Foto: privat

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