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21.12.2018, 13:19 Uhr

Konzert im Rahmen der Reihe Klanglandschaften

Cemîl Qoçgirî und AVÎAN Quartett treten am 6. Januar 2019 im Theater Pumpenhaus in Münster auf

Konzert im Rahmen der Reihe Klanglandschaften

Das AVÎAN Quartett kommt aus Kurdistan. Foto: Matthias Drobeck oder S. Gülhan

Wo Tradition Moderne trifft: Die Konzertreihe Klanglandschaften öffnet diesmal den weiten musikalischen Horizont Kurdistans. Der Lauten-Virtuose Cemîl Qoҫgirî und das gefeierte AVÎAN Quartett schaffenbei ihrem Auftritt am 5. Januar im Pumpenhaus faszinierende Verbindungen von mesopotamischer Tradition und mitteleuropäischen Einflüssen, von Klassik und Moderne.

Der Musiker Cemîl Qoҫgirî, in Duisburg geboren, stammt aus einer kurdisch-alevitischen Familie – eine Herkunft, die seine musikalischen Reisen auf den Spuren der Kultur der Vorfahren bis heute inspiriert. Er spielt virtuos Tenbûr, die dreisaitige Langhalslaute, das emblematische Instrument der alevetischen Klangkunst. Entsprechend schöpft er für seine Kompositionen aus dem reichen musikalischen Repertoire Mesopotamiens mit seiner Vielzahl an Einflüssen. Ebenso aber nimmt Qoҫgirî mitteleuropäische Elemente auf – was eine erstaunlich harmonische Fusion ergibt.

Eben dieser musikalische Brückenschlag zwischen Okzident und Orient ist auch stilprägend für das renommierte AVÎAN Quartett, mit dem zusammen Qoҫgirî nun bei einer neuen Ausgabe der Konzertreihe KLANGLANDSCHAFTEN im Pumpenhaus auftritt. Die Formation besteht aus der kurdischen Geigerin Nur Dlovani, der Jazzgeigerin Julia Brüssel, der Bratschistin Margarita Rumyantseva und der Crossover-Cellistin Beate Wolff.

Der Name Avîan kommt aus dem Kurmancî, einem der ältesten kurdischen Dialekte, und bedeutet „Tautropfen“. Die vier Musikerinnen erweitern die klassische Form des Streichquartetts durch Jazz-Improvisation, Gesang und Percussion, bringen ihre Leidenschaft für kurdische Tradition und Folklore mit dem Faible für die Moderne zusammen – stets auf der Suche nach neuen Klangwelten. Eigens arrangierte Lieder aus Deutschland, Armenien, der Türkei, Iran und Irak bilden das Repertoire und öffnen Horizonte für andere Kulturen.

Momentan arbeiten die Musikerinnen mit Cemîl Qoҫgirî als Quinttett zusammen. Ein erstes eigenes Album ist in Arbeit.

Das Konzert im Theater Pumpenhaus beginnt um 20 Uhr.