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21.11.2018, 10:56 Uhr

Konzert im Münsteraner Theater Pumpenhaus

Ba Cisokko Trio kommt aus Guinea

Konzert im Münsteraner Theater Pumpenhaus

Ba Cisokko ist Frontmann der Gruppe. Foto: privat

Die Konzertreihe Klanglandschaften hat erfolgreich am Pumpenhaus angedockt. Nach dem armenischen Nagash Ensemble steht nun eine Entdeckung aus Guinea an: das Ba Cissoko Trio verbindet auf außergewöhnliche Weise musikalische Tradition und Moderne – live zu erleben am 27. November, 20 Uhr, im Theater Pumpenhaus in Münster.

Als Griot wird in Teilen Westafrikas ein Sänger, Dichter und Instrumentalist bezeichnet, der Geschichten aus dem Mythenschatz seines Volkes weiter trägt – historische, sagenhafte, auch satirische. Eine musikalische Form der oral history mit langer Tradition. Die Griot-Musik, die gern mit dem pauschalen Label „Wüsten-Blues“ versehen wird, hat in der Konzertreihe Klanglandschaften immer wieder für besondere Erlebnisse gesorgt. Erstmals allerdings kommt nun mit Ba Cissoko ein Mandinka-Griot aus Guinea – die Mandinka sind eine Volksgruppe in Westafrika, die sich als Nachfahren des frühgeschichtlichen Königreichs Mali begreifen.

Mit einer explosiven Mischung aus überbrachten Folk-Rhythmen, aber eben auch Einsprengseln von Reggae, Latin oder Elektro hat sich Cissoko einen Namen als der Erneuerer der Musiktraditionen seiner Heimat gemacht. Sein Album „Djéli“, das 2016 ein internationaler Erfolg wurde, ist die Basis des Konzerts, das der Künstler am 27. November im Pumpenhaus gibt. Allerdings tritt Cissoko in neuer Trio-Formation, die eine besondere akustische Transparenz verspricht – und das Talent des Frontmanns noch einmal ganz anders zur Geltung bringen wird.

Der charismatische Sänger und Multi-Instrumentalist beherrscht die Kora (Stegharfe) und die N’goni (Langhals-Spießlaute) genau so wie die Gitarre. Seine Songs trägt er gemäß ihrer Ursprünge in den Sprachen Malinké, Wolof oder Poulaar vor – und nur ausnahmsweise auf Französisch. „Die Kora zeigt sich hier emanzipiert von allen traditionellen Stilen, ohne sie jedoch zu verleugnen“, lobte erst unlängst die renommierte französische Tageszeitung Le Monde. „Es bleibt letztlich immer ein Schlenker, ein Augenzwinkern, eine Referenz an die Ahnen erkennbar“.