18.03.2021, 10:08 Uhr

Kloster beruft Arbeitsgruppen zur Zukunftssicherung

Das Kloster Frenswegen dient als Bildungs- und Gästehaus. Foto: a|w|sobott

Das Kloster Frenswegen dient als Bildungs- und Gästehaus. Foto: a|w|sobott

Nordhorn Die Stiftung Kloster Frenswegen ist wie alle Bildungs- und Gästehäuser von der Corona-Pandemie schwer getroffen. Ihre Arbeit ist im vergangenen Jahr fast zum Erliegen gekommen. Gleichzeitig werden von Mitarbeitern und Trägern Chancen und Risiken in verstärkter Weise ins Blickfeld gerückt – das viel zitierte „Brennglas Corona“.

Die drei großen Trägerkirchen, die reformierte Kirche, das Bistum Osnabrück und die lutherische Landeskirche Hannover, dazu das Fürstliche Haus, der Landkreis und die Stadt Nordhorn haben, basierend auf den Ergebnissen zweier großer „Rückenwindtreffen“, die Einrichtung von drei Arbeitsgruppen beschlossen. Diese sollen grundsätzliche Beratungen über den zukünftigen Stiftungsbetrieb anstellen. „Es geht um nicht weniger als ein neu formuliertes, gemeinsames Fundament, welches für das zukünftige Bestehen der Stiftung einen gangbaren Weg weisen soll“, sagt Geschäftsführerin Birgit Veddeler.

Die Präses und Vorstandsvorsitzende Heidrun Oltmanns setzt auf neue Impulse durch die Arbeitsgruppen, die bereits Ende Juni erste Ergebnisse liefern sollen: „Die erste Arbeitsgruppe wird sich mit den Herausforderungen moderner Ökumene für die Stiftungs- und Programmarbeit beschäftigen. Die zweite wird die Möglichkeit diskutieren, eine ökumenische geistliche Gemeinschaft am Kloster aufzubauen, welche das geistliche Leben des Hauses bereichern und strukturieren könnte. Die dritte Arbeitsgruppe wird eine seit Langem ins Auge gefasste Modernisierung der Stiftungssatzung sowie wirtschaftliche Fragen bearbeiten.“

In den Arbeitsgruppen wirken Studienleitung, Geschäftsführung, Vertreter aller sechs Trägerkirchen (also auch der Altreformierten, der Baptisten und der Herrnhuter), Landkreis, Stadt, das Fürstliche Haus zu Bentheim und Steinfurt sowie externe Fachleute mit. Der Kuratoriumsvorsitzende Carl Ferdinand Prinz zu Bentheim und Steinfurt hat bereits alle Konfessionen und Beteiligten zur Entsendung von Delegierten eingeladen. „Die drei Arbeitsgruppen werden einen sehr wichtigen Beitrag zur zukünftigen Ausrichtung des Klosters Frenswegen leisten, denn es solle geklärt und formuliert werden, in welchem Sinn sich die Stiftung heute als ,ökumenisch‘ verstehe. Aus dem Konzept ergäben sich dann Schwerpunkte der Studienarbeit und Überlegungen zu den Zielgruppen“, sagt der Erbprinz zur Zielrichtung der Arbeitsgruppen.

An diesen sind auch Mitglieder des Vereins der Freunde und Förderer der Stiftung Kloster Frenswegen beteiligt. Der Förderverein hatte bereits im letzten Jahr durch eine erfolgreiche Spendenaktion die Klosterarbeit unterstützt und wird in die inhaltlichen und finanziellen Beratungen einbezogen. Das Kloster Frenswegen gilt neben seiner viel beachteten ökumenischen Arbeit als eines der bedeutendsten historischen Bauwerke der Region. Seit 1974 sorgt die Stiftung für die Erhaltung der Bausubstanz und für neues Leben in den alten Mauern.