12.06.2022, 15:58 Uhr

Klangspaziergang mit Akio Suzuki durch Nordhorn

In Nordhorn verfolgt Akio Suzuki vor allem sein Projekt „o to da te“. In einem mehrwöchigen Aufenthalt erkundete er die Umgebung in der Stadt und legte sogenannte “Echopunkte„ für einen Klangspaziergang fest. Foto: privat

In Nordhorn verfolgt Akio Suzuki vor allem sein Projekt „o to da te“. In einem mehrwöchigen Aufenthalt erkundete er die Umgebung in der Stadt und legte sogenannte “Echopunkte„ für einen Klangspaziergang fest. Foto: privat

Nordhorn Die Städtische Galerie zeigt vom 26. Juni bis zum 21. August eine Einzelausstellung des japanischen Künstlers Akio Suzuki, der in seiner Heimat als Pionier der Klangkunst gilt. Dazu schreibt die Galerie: „Seit mehr als fünf Jahrzehnten erforscht er weltweit die klanglichen und stofflichen Eigenschaften einfacher Dinge. Er ist ein neugieriger Forscher in der Welt des Alltäglichen und arbeitet mit existierenden Dingen und Umgebungen, die er sich durch besondere Aufmerksamkeit, die Kräfte des Zufalls und performatives Handeln erschließt. Im Mittelpunkt seiner künstlerischen Arbeit steht der Akt des genauen Zuhörens, den er nicht nur aktiv einsetzt, sondern auch als Teil unserer gesamten Sinneswahrnehmung hinterfragt.“

Neben seinen akribischen Beobachtungen von gegebenen Situationen baut Akio Suzuki in Kunsträumen auch mit wenigen Mitteln tiefgründige Klanglandschaften auf, in denen nicht nur Reibung, Schwingung, Resonanz und Echo eine zentrale Rolle spielen, sondern vor allem die Stille. Die ästhetischen Prinzipien, die seinem zeichnerischen, skulpturalen und performativen Werk zugrunde liegen, sind konsequent reduziert und zugleich voller Spannung. Er selbst beschreibt seine Kunst als „spielerisch respektlos“ sowie „zutiefst meditativ“.

Künstler Akio Suzuki. Foto: Meike Böschemeyer

© MEIKE BÖSCHEMEYER

Künstler Akio Suzuki. Foto: Meike Böschemeyer

In Nordhorn verfolgt Akio Suzuki vor allem sein Projekt „o to da te“. In einem mehrwöchigen Aufenthalt erkundete er die Umgebung in der Stadt und legte sogenannte „Echopunkte“ für einen Klangspaziergang fest. Aus diesen Untersuchungen entsteht zugleich im Pavillon der Städtischen Galerie eine neue Installation, in der vor Ort gesammelte Klänge und Bilder sich räumlich neu zueinander in Beziehung setzen. „Das klangliche und skulpturale Ergebnis wird dabei mit der Aufzeichnung des eigenen Entstehungsprozesses gleichgesetzt. So bildet sich in besonderer Weise eine Verbindung zwischen Galerie und Stadtraum, die zu einer Schärfung der Wahrnehmung, aber auch zu Kontemplation einlädt“, heißt es in der Ankündigung.

Die Eröffnung findet am Sonntag, 26. Juni, in der Städtischen Galerie Nordhorn statt. Im Anschluss an die Eröffnung, um ca. 14 Uhr, gibt es gemeinsam mit dem Künstler einen „o to da te“ Spaziergang durch die Stadt.