05.08.2021, 14:15 Uhr

Klangfabrik Lohne will Teilnahme bei deutscher Meisterschaft

Die Vorstandsmitglieder Carolin Meiering, Nico Heidötting und Karin Schnatmann haben große Ziele für die Zukunft. Foto: Klangfabrik Lohne

Die Vorstandsmitglieder Carolin Meiering, Nico Heidötting und Karin Schnatmann haben große Ziele für die Zukunft. Foto: Klangfabrik Lohne

Lohne Eine Qualifikationspflicht für die 6. Deutsche Meisterschaft der Spielleute besteht pandemiebedingt nicht. So stehen für die Klangfabrik Lohne zwischen der endgültigen Teilnahme und dem letzten Takt des Wertungsspiels nun noch zahlreiche Orchesterproben und knapp 700 Kilometer Wegstrecke an. Austragungsort dieses „kulturellen Kräftemessens“ im Oktober kommenden Jahres ist die Stadt Furth im Walde in Bayern an der Grenze zu Tschechien.

„Uns war es wichtig, nach den coronabedingten Einschränkungen des Ausbildungs- und Orchesterbetriebes ein klares Ziel zu haben. Was gibt es da besseres als eine erneute Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft der Spielleute“, erklärt die 2. Vorsitzende der Klangfabrik und Jugendwart, Carolin Meiering. Bereits im Jahr 2019 hat das Hauptorchester an diesem Wettbewerb teilgenommen und mit einem jungen Ensemble den 10. Platz belegt.

Meiering zieht trotz der schwierigen Gesamtumstände der vergangenen Monate ein positives Zwischenfazit: „Wir konnten unseren Ausbildungsbetrieb während der Pandemie fast durchgehend aufrecht erhalten. Dies haben wir insbesondere unseren engagierten Dozenten zu verdanken, denen es gelungen war, den Unterricht innerhalb weniger Wochen auf digitale Formate umzustellen. Auch haben wir während dieser herausfordernden Zeit ein Jugendorchester gründen können. Dieses wird nach den Sommerferien den regelmäßigen Probenbetrieb aufnehmen und ist das Ergebnis der erfolgreichen Nachwuchsarbeit der letzten Jahre.“

Bedanken möchte sich der Vereinsvorstand in diesem Zusammenhang insbesondere bei der Gemeindeverwaltung und Bürgermeister Manfred Wellen sowie Oberschulleiter Henrik Schrader und seinem Team in der Schulverwaltung. „Ohne die bestehenden Infrastrukturen und sehr guten Bedingungen für die Vereinsarbeit in unserem Ort, wäre ein solcher ehrenamtlich organisierter Musikunterricht nicht umsetzbar“, findet Carolin Meiering.

Freuen durften sich die Musiker auch über zwei Förderbescheide. So unterstützt die Gemeinde Wietmarschen im Rahmen der Vereinsförderung die Anschaffung von einem neuen Paar Konzertbecken, einer Concert Snare-Drum und einem Glockenspiel. Auch erhielt das Orchester Fördermittel aus dem „Niedersächsischen Investitionsprogramm für kleine Kultureinrichtungen“ des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur. Dadurch konnte das Flötenregister um eine Bass-Querflöte und eine Alt-Querflöte erweitert werden.

„Als Verein sind wir auf solche Fördermittel angewiesen, um unseren Instrumentenbestand stetig zu modernisieren und damit auch unsere Spielqualität nachhaltig zu verbessern“, betont Vorstandsmitglied und Kassenwart Karin Schnatmann. Die Anschaffungen sind auch das Ergebnis einer breiten Investitionsoffensive. Instrumentenwart Nico Heidötting erklärt dazu: „Durch das Wachstum unseres Vereines haben wir in vielen Registern Investitionsbedarf. In einem nächsten Schritt wollen wir die seit 2017 bestehende Drumline mit neuen Trommeln ausstatten“.

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