24.09.2022, 09:00 Uhr

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Kindertagesstätte „GIPfelstürmer“ hat Betrieb aufgenommen

Eingangsbereich der Betriebs-Kita „GIPfelstürmer“ an der Frieslandstraße im Gewerbegebiet GIP in unmittelbarer Nähe der Lebenshilfe, die den Kindergarten betreibt. Fotos: Westdörp

© Westdörp, Werner

Eingangsbereich der Betriebs-Kita „GIPfelstürmer“ an der Frieslandstraße im Gewerbegebiet GIP in unmittelbarer Nähe der Lebenshilfe, die den Kindergarten betreibt. Fotos: Westdörp

Eine Kindertagesstätte in Trägerschaft ortsansässiger Unternehmen – ein Novum für Nordhorn. Nach langen Planungen und Verhandlungen mit der Stadt konnte das Projekt im vergangenen Jahr gestartet werden.

Seit Anfang 2018 arbeitete eine Gruppe Nordhorner Unternehmen an der Idee, eine eigene Kindertagesstätte für die Kinder ihrer Betriebsangehörigen zu schaffen. Das Projekt erlebte seitdem einen langen und mitunter schwierigen Weg bis zur endgültigen Festlegung der Projektdaten.

Doch mit der Zeit wurde man mit der Stadt Nordhorn vertragseinig, als Ansprechpartner und Investor wurde eine Gesellschaft gegründet, die von der Stadt ein 4500 Quadratmeter großes Baugrundstück an der Frieslandstraße im Gewerbe- und Industriepark GIP gekauft und die Planung für das Bauvorhaben vorangetrieben hatte. Als Betreiber der neuen Kita fiel die Entscheidung für die Lebenshilfe Grafschaft Bentheim.

Investitionsvolumen von 3,8 Millionen Euro

Finanziell unterstützt wird das Projekt mit einem Investitionsvolumen von zirka 3,8 Millionen Euro von der Stadt Nordhorn, dem Landkreis sowie dem Land Niedersachsen.

Die Bauphase für die Kindertagesstätte mit 80 Plätzen geht ihrem Ende entgegen. Die Betriebskita „GIPfelstürmer“ ist eine integrative Einrichtung und bietet zwei Krippengruppen mit jeweils 15 Plätzen für Kleinkinder bis 3 Jahren sowie einer Kindergartengruppe mit 25 Plätzen und einer integrativen Kindergartengruppe mit 18 Plätzen. Aufgrund der integrativen Ausrichtung reduziert sich hier die Gruppenstärke von 25 auf 18 Plätzen.

Aufgeteilt sind sie in die Krippengruppen „Hügelhüpfer“ und „Wolkennest“, die Kindergartengruppe „Felsenkraxler“ und die integrative Kindergartengruppe „Himmelsstürmer“.

Eigentümer der neuen Einrichtung ist die „GBK Grafschafter Betriebskindertagesstätten GmbH & Co KG“, hinter der aktuell acht Nordhorner Unternehmen stehen: die Firma Naber Küchenzubehör, die Werkstätten-Group, die Grafschafter Nachrichten, die Lebenshilfe Grafschaft Bentheim, die Bentheimer Eisenbahn AG (zusammen mit dem Landkreis Grafschaft Bentheim), die Euregio-Klinik, die Nordhorner Versorgungsbetriebe und die Grafschafter Volksbank.

Sie haben sich als Gesellschafter jeweils fünf bis zehn Plätze in der Kita gesichert. „Wir wollen als Arbeitgeber attraktiv sein und mit Sozialleistungen wie der Betriebs-Kita ein Signal im Wettbewerb um die besten Köpfe setzen“, sagte GN-Verleger Jochen Anderweit zum Start des Projektes im vergangenen Jahr.

Die Geschäftsführung der Investorengesellschaft haben Lasse Naber (Naber Küchenzubehör) und Sven Moggert (Werkstätten-Group) übernommen. Die fachliche und pädagogische Leitung der Kindertagesstätte übernimmt Jessica Schmidt. Sie betont, dass jedes Kind mit seiner Individualität und Einzigartigkeit und der jeweiligen Lebensgeschichte, seinen Kompetenzen und individuellen Bedürfnissen in der Betriebkita „GIPfelstürmer“ herzlich willkommen sei.

Beitrag zur hohen Versorgungsquote

Mit der Kindertagesstätte „GIPfelstürmer“ (Ergebnis eines Namens-Wettbewerbes, an dem sich viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der einzelnen Unternehmen beteiligt haben) haben die Verantwortlichen einen nicht unwesentlichen Teil dazu beigetragen, dass die Stadt Nordhorn auf eine Versorgungsquote von fast 95 Prozent bei den Regelkindergartenplätzen kommt.

„Für die beteiligten Unternehmen ist von besonderer Bedeutung, dass sie mit ihrem ideellen und finanziellen Engagement dazu beitragen, dass die Arbeitsumgebungsbedingungen ihrer Beschäftigten familienfreundlich gestaltet werden können. Mit dem Angebot von Kita-Plätzen tragen wir zur Attraktivität als Arbeitgeber in der Grafschaft bei“, betont Sven Moggert von der Investorengesellschaft.

Eingewöhnungsphase hat begonnen

Die Eröffnung wurde vom August auf den September verlegt.
Eigentlich sollte die Kita schon im August eröffnet werden, doch dann häuften sich die Schwierigkeiten im Bausektor. Die Bauunternehmen waren zu hoch ausgelastet, und aufgrund auch internationaler Entwicklungen wie Krieg und Corona fehlte es aufgrund unterbrochener Lieferketten an ausreichendem Baumaterial. Die Inbetriebnahme erfolgte jetzt trotz der genannten großen Probleme nur knapp einen Monat später im September, genauer gesagt am Montag, 19. September. Im November erfolgen eine offizielle Eröffnung und ein Tag der offenen Tür.

Die mit der Verschiebung der Eröffnung verbundenen Schwierigkeiten für die Eltern bereits angemeldeter Kinder konnten abgemildert werden. So bot die Lebenshilfe als Träger und Betreiber unter anderem eine Notbetreuung in einer Kleingruppe an.

Energetische und klimafreundliche Aspekte

Auf der gut 950 Quadratmeter großen Grundfläche der Kita verteilen sich eine großzügige Empfangshalle unter Oberlichtern des Flachdachs, die Garderobe, eine Versorgungsküche, ein Sozialraum, ein Mitarbeiterraum sowie Speise-, Bewegungs-, Gruppen- und Ruheräume.

Auch energetische und klimafreundliche Aspekte werden vorausschauend im Rohbau bedacht: So wird das Betondach von vornherein statisch mit Platzhaltern für eine Fotovoltaikanlage angelegt, Kabelschächte für Ladestationen von E-Autos werden gelegt.

„Die große Freifläche der Kita in direkter Nachbarschaft zur Lebenshilfe befindet sich noch in der Planung und soll neben einer Terrasse unter anderem auch einen Kräuter- und Spielgarten beinhalten“, berichtet Architektin Nicole Dubral. Zunächst wird es hier ein naturnah gestaltetes Außengelände geben.

Leiterin Jessica Schmidt (zweite von links) mit Jutta Lux vom Betreiber Lebenshilfe (zweite von rechts) sowie Vertretern der Investorengesellschaft.

© Westdörp, Werner

Leiterin Jessica Schmidt (zweite von links) mit Jutta Lux vom Betreiber Lebenshilfe (zweite von rechts) sowie Vertretern der Investorengesellschaft.

Team der Betriebs-Kita „GIPfelstürmer“ mit Leiterin Jessica Schmidt am Tag der Vorstellung der neuen Räumlichkeiten.

© Westdörp, Werner

Team der Betriebs-Kita „GIPfelstürmer“ mit Leiterin Jessica Schmidt am Tag der Vorstellung der neuen Räumlichkeiten.

Lebenshilfe-Geschäftsführer Thomas Kolde mit Sven Moggert von der Investorengesellschaft im Speisesaal.

© Westdörp, Werner

Lebenshilfe-Geschäftsführer Thomas Kolde mit Sven Moggert von der Investorengesellschaft im Speisesaal.

Mitarbeiterinnen der Betriebs-Kita „GIPfelstürmer“ bei der Vorstellung eines Gruppenraumes.

© Westdörp, Werner

Mitarbeiterinnen der Betriebs-Kita „GIPfelstürmer“ bei der Vorstellung eines Gruppenraumes.

Am Montag hat die Kindertagesstätte mit der Eingewöhnungsphase begonnen.

© Westdörp, Werner

Am Montag hat die Kindertagesstätte mit der Eingewöhnungsphase begonnen.

Der Außenbereich ist bald komplett fertiggestellt.

© Westdörp, Werner

Der Außenbereich ist bald komplett fertiggestellt.

Liebevolle Details schaffen Atmosphäre.

© Westdörp, Werner

Liebevolle Details schaffen Atmosphäre.

Die Kinder werden durch die schön gestaltete Umgebung zum Spielen angeregt.

© Westdörp, Werner

Die Kinder werden durch die schön gestaltete Umgebung zum Spielen angeregt.