12.10.2021, 12:45 Uhr

Kaum Einnahmen in der Pandemie bei der DLRG Nordhorn

Robert Otten (Bezirksvertreter, links), Stefan Papendorf (2. Vorsitzender, Zweiter von links) und Benjamin Winter (Vorsitzender, rechts) gratulierten dem geehrten Hans-Gerd Hülsmann. Foto: DLRG

Robert Otten (Bezirksvertreter, links), Stefan Papendorf (2. Vorsitzender, Zweiter von links) und Benjamin Winter (Vorsitzender, rechts) gratulierten dem geehrten Hans-Gerd Hülsmann. Foto: DLRG

Nordhorn Ein halbes Jahr später als gewohnt traf sich die Nordhorner DLRG-Ortsgruppe vor Kurzem im Hotel Neuberliner Hof zu ihrer Jahreshauptversammlung. Der 1. Vorsitzende Benjamin Winter berichtete vom ruhigsten Jahr in der Vereinsgeschichte: Vorgegeben durch die Corona-Politik wurden sämtliche Bereiche der Ortsgruppe „auf Null zurückgefahren“. Erstmals in der Geschichte des Vereins gab es keine Schwimmausbildung und weitere Zusammenkünfte. Dies stellte den Verein vor große Herausforderungen: Training und Vorstandssitzungen mussten online durchgeführt werden, durch wegfallende Dienste und Veranstaltungen fehlten enorme Einnahmen. Dennoch gab es keine Mitgliederverluste – mit 629 hält sich die Ortsgruppe stabil.

Weiterhin ein besonderes Augenmerk möchte die Ortsgruppe auf die „Jahre der Nichtschwimmer“ legen: „In der Grafschaft kann und soll die Ausbildung von Nichtschwimmern weiter gefördert werden.“ So berichtete Jacqueline Kücken aus dem besonders wichtigen Bereich der Schwimmausbildung von acht neuen Lehrscheininhabern und insgesamt 14 Ausbildungshelfern, die über die ganze Woche verteilt in zahlreichen Kursen unterstützen – und dies ausschließlich ehrenamtlich. Außerdem konnten in 2020 drei Rettungsschwimmkurse durchgeführt werden. In Kooperation mit dem Kreissportbund wurden erneut mehrere Integrationskurse durchgeführt.

DLRG muss auf Rücklagen zurückgreifen

Trotz Auflagen durfte und vor allem musste die Einsatzbereitschaft weiterhin jederzeit gewährleistet sein. „Mit etwa 500 Ausbildungs- und Dienststunden, zwei Wachdiensten am Badesee in Lohne sowie acht akuten Einsätzen war es auch hier ein vergleichsweise ruhiges Jahr“, hieß es im Bericht. Gleichzeitig konnte die Gruppe ihre Einsatzmöglichkeiten nach anderthalbjähriger Vorbereitung mit dem Aufbau einer neuen Fachgruppe „Fernerkundung“ erweitern und sich auch technisch weiter ausrüsten: Durch eine Spende konnte eine Drohne angeschafft werden. „Damit ist die SEG der Nordhorner Vorreiter in der DLRG“, betonen die Nordhorner.

In der Jugend lief pandemiebedingt ebenfalls nicht viel: Yasmin Laug informierte als Jugendvorsitzende über die wenigen durchgeführten Veranstaltungen: ein Kinderkloatscheeten, eine Karnevalsfeier und eine Kanutour. Besonders traurig war der Jugendvorstand, weil die Pfingstfreizeit abgesagt werden musste.

Schatzmeisterin Kirsten Winter gab den Teilnehmern der Versammlung einen detaillierten Überblick über die Finanzen des Vereins für das abgelaufene Geschäftsjahr: Durch Schließung der Bäder und dadurch fehlende Mitgliedsbeiträge, Kursusgebühren und weitere Gelder aus allen Bereichen des Vereins brachen die Einnahmen stark ein. Durch regelmäßige Wartungen von Material, Reparaturen und weitere Fixkosten konnten die fehlenden Gelder trotz des beantragten Corona-Zuschusses von zirka 7000 Euro nur bedingt kompensiert werden, sodass der Verein auf Rücklagen zurückgreifen musste.

Auszeichnungen für langjährige Treue

Ein besonderer Punkt auf der Tagesordnung waren auch in diesem Jahr die Mitglieder-Ehrungen für langjährige Treue zur DLRG: Ausgezeichnet wurden für zehnjährige Mitgliedschaft Lukas Rabbe und Lorena Gilzer. Bereits 25 Jahre im Verein sind Reinhard Lerch, Merle Smit und Jacqueline Kücken. 40 Jahre Treue zur Nordhorner DLRG haben Andreas Schoo, Nicole Hopmann und Wolfgang Hülsmann und auf sogar stolze 60 Jahre zurückblicken kann Werner Dierks. Für besondere Verdienste und langjährig geleistete Vereinsarbeit wurde zudem das Verdienstabzeichen Bronze an folgende Mitglieder verliehen: Kilian Westkamp, Rene Kücken, Ingrid Kwade und Susanne Temme-Walter. Über das Abzeichen in Silber konnten sich Michael Hochmann und Karl-Heinz Wiechert freuen.

Ein besonderer Moment für den kompletten Vorstand war die Verleihung des Ehrenabzeichens in Gold an das langjährige „Vereins-Urgestein“ Hans-Gerd Hülsmann: Eingetreten im Jahr 1973 hat er in seiner DLRG-Laufbahn in den verschiedensten Bereichen des Vereins mitgewirkt: So war er viele Jahre Bootsführer und als Beisitzer im Vorstand tätig, über mehrere Jahrzehnte aktiver Ausbilder und Trainer vieler Wettkampfgruppen und selbst erfolgreicher Schwimmer auf Landes-, Bundes- und Weltmeisterschaften. Im Jahr 2016 kehrte er als Weltmeister zurück und durfte sich ins Goldene Buch der Stadt Nordhorn eintragen.

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