13.11.2019, 17:10 Uhr

Kastrierte Katzen: Grafschafter Tierschützer brauchen Hilfe

Bei der landesweiten Katzenkastrationsaktion Niedersachsen kamen wieder viele Katzen unters Messer. Das geht ins Geld.

Für zwei zahme Mutterkatzen, die jetzt kastriert und absolut menschenbezogen sind, wird nun ein endgültiges Zuhause gesucht. Foto: Tierhilfe Grafschaft Bentheim

Für zwei zahme Mutterkatzen, die jetzt kastriert und absolut menschenbezogen sind, wird nun ein endgültiges Zuhause gesucht. Foto: Tierhilfe Grafschaft Bentheim

Auch in der Grafschaft Bentheim waren seit dem 4. November engagierte Tierschützer fast pausenlos im Einsatz, um die zahlreichen Streuner kastrieren zu lassen. Anberaumt war eigentlich eine Zeitspanne bis zum 20. Dezember geplant - doch wie schon in den vorangegangenen Kastrationsaktionen des Landes Niedersachsen war der Topf in Höhe von 278.000 Euro bereits nach einer einzigen Woche leer.

Alleine in der Kreisstadt Nordhorn wurden 25 Katzen gefangen und bekamen eine Parasitenbehandlung, 22 Katzen wurden kastriert. Die Zahlen in der Ober- und Niedergrafschaft sind leider noch höher. Im Zuge dieser Aktion wurden unter anderem zwei zahme Mutterkatzen kastriert, die absolut menschenbezogen sind und für die nun ein endgültiges Zuhause gesucht wird. Die Tierschützer haben es nicht übers Herz gebracht, diese beiden verschmusten Tiere wieder auf die Straße zu setzen.

Erschreckenderweise befanden sich auch zahlreiche Kitten unter den Streunerkatzen - zum Teil noch zu jung für die Kastration. Angesichts des nahenden Winters wäre die Rücksetzung an die betreuten Futterstellen für viele Jungtiere einem Todesurteil gleichgekommen. Besonders für die bereits kastrierten, aber leider scheuen Jungtiere suchen die Tierfreunde aus der Grafschaft Bentheim händeringend nach Endstellen wie Bauernhöfe, Pferdehöfe und so weiter. Interesse nehmen Kontakt auf mit A. Lübben, Telefon 0162 1740979, oder über Facebook und www.tierheim-schwartenpohl.de.