26.10.2022, 12:30 Uhr

Kabarettistische Reiseeindrücke aus dem Land der Un-Möglichkeiten

Comedian Vince Ebert hat sich für ein Jahr auf den Weg in die Vereinigten Staaten von Amerika gemacht – und dabei allerhand interessante Erkenntnisse gewonnen ... Foto: Eide

Comedian Vince Ebert hat sich für ein Jahr auf den Weg in die Vereinigten Staaten von Amerika gemacht – und dabei allerhand interessante Erkenntnisse gewonnen ... Foto: Eide

Seit Herbst 2020 ist der Kabarettist Vince Ebert zurück auf Deutschlands Bühnen – mit vielen Antworten, Einsichten und einem brandneuen Programm: „Make Science Great Again!“ ist eine witzige, kulturübergreifende Abrechnung mit Irrationalitäten, Denkfehlern und gegenseitigem Überlegenheitsgefühl, heißt es in einer Veranstaltungsankündigung des Jugend- und Kulturzentrums Komplex in Schüttorf an. Dort gastiert Vince Ebert am Sonnabend, 12. November, um seinem Publikum mit geschliffenem Wortwitz die spezifischen Eigenheiten der führenden Wissenschaftsnation der Welt darzulegen. Einlass ist ab 19.30 Uhr, das Programm beginnt um 20 Uhr.

90 Prozent der Amerikaner halten die Evolutionstheorie für unbewiesenen Mumpitz. 34 Prozent bezweifeln, dass die Erde eine Kugel ist, und sieben Prozent glauben, dass braune Kühe Schokomilch geben. Alles Fake News aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten? Vince Ebert wollte es genau wissen und startete ein spektakuläres Experiment: Er reiste ein ganzes Jahr lang durch die USA und traf dort unter anderem auf IT-Spezialisten aus dem Silicon Valley und in New York auf Wallstreet-Banker. In Cape Canaveral sprach er mit Raketenwissenschaftlern und in Harvard mit Genderforscher-Studenten. Stets auf der Suche nach Antworten auf so elementare Fragen wie: Wie kann es sein, dass eine Nation, die zum Mond flog, nicht in der Lage ist, eine funktionsfähige Duscharmatur herzustellen? Woher kommt die uramerikanische Angst vor unpasteurisierter Milch? Und kann man wirklich vom Tellerwäscher zum Millionär werden? Oder doch nur zum Geschirrspüler?

Die Erkenntnisse, die Ebert auf seiner Mission gewonnen hat, bringt er folgendermaßen auf den Punkt: „Amerika – ein Land, das polarisiert und irritiert. Dort gibt es schwarz und weiß, Liebe und Hass, Freiheit und Todesstrafe, Prüderie und Brustvergrößerungen, Elite-Unis und Käse in Sprühdosen. Amerikanische Schüler halten Hitler für eine Staubsaugermarke und glauben, die Ukraine liegt in Portugal. In Montana kommen auf jeden Einwohner drei Kühe, jeder achte Amerikaner hat schon einmal bei McDonald’s gejobbt und ein Viertel glaubt an Wiedergeburt. Trotzdem sind die USA die führende Wissenschaftsnation der Welt. Oder vielleicht sogar deshalb?“

Eintrittskarten für diesen Comedyabend sind zum Preis von 23 Euro erhältlich; Schüler, Studenten, Besitzer einer Juleica-Card und Menschen mit Beeinträchtigung zahlen 15,30 Euro. Tickets gibt es im Vorverkauf auf www.gn-ticket.de sowie in Nordhorn bei den Grafschafter Nachrichten, beim Reisebüro Richters und der Buchhandlung Thalia.

Weitere Infos zu dieser und weiteren Veranstaltungen im Schüttorfer Jugend- und Kulturzentrum finden Interessierte auf der Website des Komplex.