13.01.2021, 11:33 Uhr

Junge Union: Kein Verständnis für Schwarzbau in Schüttorf

Gerarda Ten Voorde und ihre Tochter leben auf dem umgebauten Hof. Foto: Menzel

Gerarda Ten Voorde und ihre Tochter leben auf dem umgebauten Hof. Foto: Menzel

Schüttorf Aktuell führt die Frage, wie mit Schwarzbauten auf dem Grundstück des Alten Emsbürener Weg 58 in Schüttorf verfahren werden soll, zu regen Diskussionen. Auf dem Hofgelände sind Stallungen ohne eine rechtlich notwendige Baugenehmigung errichtet und erweitert worden. Das ist m Rahmen einer Kontrolle aufgefallen. Den Besitzern droht nun, die nicht genehmigten Anlagen zurückbauen zu müssen.

Die Junge Union Obergrafschaft begrüßt die Gesprächsbereitschaft des Landkreises mit der betroffenen Familie, stellt aber klar, dass es nicht zu der Schaffung eines Präzedenzfalls kommen dürfe, da trotz des Ausmaßes an erforderlichen Rückbauten keinesfalls eine Toleranz gegenüber Schwarzbauten gezeigt werden sollte. „Wir verstehen durchaus, in welcher emotionalen Lage sich die Familie befindet, wenn sie ihr selbsterschaffenes kleines „Paradies“ zurückbauen müssen. Dennoch darf es aber keine Ausnahmen für Unwissenheit im Baurecht geben“, sagt der Vorsitzende Hidde Olde Olthof. Aufgrund des abweichenden Baurechts der Niederlande, komme es in der Grafschaft wiederholt zu der Errichtung von Schwarzbauten.

Die JU Obergrafschaft hält daher einen konsequenten Umgang in diesem Fall für essenziell. Sie positioniert sich geschlossen hinter der Handhabung des Landkreises, mit allen zwingenden Konsequenzen. „Ansonsten wird nicht nur das Baurecht mit seinen schützenswerten Zielen Sicherheit für Mensch und Tier und die Ordnung der Verwaltung ausgehebelt, sondern auch der Rechtsstaat angegriffen“, betont der Geschäftsführer Kevin Hilkenbach.

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