31.05.2021, 17:50 Uhr

Jugendliche bauen Schüttorf in „Minecraft“-Projekt nach

Im Spiel „Minecraft“ können Schüttorfer Jugendliche ihre Stadt nach eigenen Ideen gestalten. Foto: privat

Im Spiel „Minecraft“ können Schüttorfer Jugendliche ihre Stadt nach eigenen Ideen gestalten. Foto: privat

Schüttorf Seit Kurzem bietet das Schüttorfer Jugend- und Kulturzentrum „Komplex“ einen offenen „Minecraft“-Server zum Mitmachen an. Dieser ist 24 Stunden online und erlaubt Spielern, konsolenübergreifend die eigene Stadt nachzubauen und weiterzuentwickeln - egal ob über Playstation, Xbox, PC oder Nintendo Switch. „Als Grundidee ging es uns zuerst um die Mitgestaltung von Jugendlichen bezüglich des Neubaus des Soziokulturellen Zentrums“, erzählt „Komplex“-Leiter Tom Wolf. Die Herausforderung an die jungen Spieler war es, das aktuelle „Komplex“ und das neue Zentrum mit eigenen Ideen digital zu bauen. „Doch nach kurzen Teststunden war schnell klar, dass viel mehr möglich ist“, sagt Wolf.

Auch ein Einkaufszentrum gibt es in der „Minecraft“-Version von Schüttorf. Foto: privat

Auch ein Einkaufszentrum gibt es in der „Minecraft“-Version von Schüttorf. Foto: privat

Kreative Nachwuchs-Stadtplaner

Statt nur das Jugendzentrum nachzubauen, entwarfen Wolf zufolge „ein Dutzend kreativer Nachwuchsarchitekten“ innerhalb kürzester Zeit Supermärkte, Restaurants und Geschäfte. „Um die Umgebung möglichst detailgetreu nachzustellen, gingen einige Teilnehmer mit Handykamera ausgestattet durch ihre Heimatstadt und fotografierten öffentliche Plätze“, berichtet Wolf. Auch Wünsche und Ideen wurden umgesetzt. So besitzt Schüttorf laut Wolf in der „Minecraft“-Welt ein Großraumkino, einen Fernsehturm und eine Pokémon-Arena.

Über einen Discord-Server vom „Komplex“ verabreden sich die Teilnehmer zum gemeinsamen Weiterbauen. „Es ist jedes Mal wieder spannend, auf den Server zu schalten. Von kleinen Veränderungen bis hin zu großen Überraschungen gibt es viel zu entdecken, auch die ein oder andere Falltür mit Lavagrube“, erzählt einer der Mitspieler.

Auch ein virtuelles China-Restaurant ist Teil der Schüttorfer Online-Welt. Foto: privat

Auch ein virtuelles China-Restaurant ist Teil der Schüttorfer Online-Welt. Foto: privat

Neue Spieler sind willkommen

Ein Mitarbeiter im Bundesfreiwilligendienst gehört zu den Moderatoren des Spiels. „Jeden Dienstag sind wir von 17 bis 19 Uhr auf dem Server online und verfolgen den Spielverlauf. Neue Talente heißen wir schnell willkommen. Es gibt lediglich zwei Regeln. Erstens, mach nichts von anderen kaputt, und zweitens, es gibt hier keinen Platz für Hass“, stellt er heraus.

Das Projekt kann als Open-End-Spiel immer weiter gespielt werden. Wer mitmachen möchte, benötigt eine „Bedrock“-Version des Spiels sowie einen Einladungscode des Spiels, der per E-Mail an info@komplex-schuettorf.de erhältlich ist.

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