Grafschafter Nachrichten
02.07.2021

Infoveranstaltung „Atommüll-Endlager in der Grafschaft?“

Infoveranstaltung „Atommüll-Endlager in der Grafschaft?“

Atomares Zwischenlager mit Behältern voller hochradioaktiver Abfälle. Foto: dpa

Nordhorn Mit einer spannenden Veranstaltung wird der Landkreis Grafschaft Bentheim am Donnerstag, 8. Juli, über den Stand der Standortsuche für ein Atommüll-Endlager informieren. Sechs der bisher 90 in Deutschland in Frage kommenden Teilgebiete betreffen die Grafschaft.

Durchgeführt wird diese Suche durch die Bundesgesellschaft für die Endlagersuche (BGE). Ab 17 Uhr erläutert deren Geschäftsführer Steffen Kanitz in der „Alten Weberei“ in Nordhorn das Vorgehen und den aktuellen Sachstand. Anschließend wird Dr. Bernd Klug, der über große Erfahrungen aus der Erdöl- und Erdgasbranche in der Grafschaft verfügt und für den Landkreis als Berater tätig ist, die im Bereich der Grafschaft vorgesehenen Teilgebiete intensiv beleuchten. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung werden dann Fragen des Publikums beantwortet.

Die Begrüßung wird Landrat Uwe Fietzek vornehmen, die Moderation liegt in den Händen des Ersten Kreisrates Dr. Michael Kiehl. Die Informationsveranstaltung findet „coronakonform“ statt. Sie ist live über Youtube zu verfolgen: https://www.youtube.com/watch?v=jYNI8FsT4pA. Für Fragen steht, soweit man einen Account bei Youtube besitzt, die dortige Chat-Funktion zur Verfügung. Fragen können aber ebenfalls über die E-Mail-Adresse endlagersuche@grafschaft.de gestellt werden. Wer vor Ort in der „Alten Weberei“ dabei sein möchte: Es gibt noch etwa 20 Plätze, die nach dem Windhund-Prinzip vergeben werden. Es wird um Anmeldung per E-Mail an marina.revermann@grafschaft.de gebeten. Vor Ort ist das Einchecken per Luca- oder Corona-Warn-App möglich.

Hintergrund:

Sechs der 90 bisher definierten Teilgebiete betreffen den Landkreis Grafschaft Bentheim: vier sind sogenannte Tongesteinsformationen, zwei davon Salzgesteinsformationen. 2031 soll das Sucherverfahren abgeschlossen sein und eine Standortentscheidung für die unterirdische Lagerstätte fallen. In Betrieb gehen könnte die Einrichtung dann um 2050.

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