29.07.2021, 10:45 Uhr

In Frenswegen entsteht ein neues Auengewässer

In Frenswegen bei Nordhorn werden im Rahmen der Arbeiten neue Laichgewässer geschaffen. Mit der Auenentwicklungsmaßnahme des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten und Naturschutz (NLKWN) Meppen werden wichtige Verbindungen wiederhergestellt. Foto: NLKWN

In Frenswegen bei Nordhorn werden im Rahmen der Arbeiten neue Laichgewässer geschaffen. Mit der Auenentwicklungsmaßnahme des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten und Naturschutz (NLKWN) Meppen werden wichtige Verbindungen wiederhergestellt. Foto: NLKWN

Nordhorn/Meppen Die Vechte hat ein Problem: Der vor allem an technischen Gesichtspunkten orientierte Ausbau im vergangenen Jahrhundert hat ihr vielerorts ein strukturarmes, eingeengtes Flussbett aufgezwängt. Mit der Anlage eines neuen Auengewässers bei Frenswegen sollen nun wieder wichtige Lebensräume für Tiere am Fluss entstehen. Auch der Hochwasserschutz werde von dem Vorhaben des Landes profitieren, sagt Josef Schwanken vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten und Naturschutz (NLWKN) in Meppen.

Das neue Gewässer, für das in dieser Woche die ersten Bagger in Frenswegen anrollen, soll mit einem dauerhaften Anschluss an die Vechte den Charakter eines Altarmes erhalten. „Tief- und Flachwasserzonen mit unterschiedlichen Böschungsneigungen und Totholzeinbauten werden die Strukturvielfalt verbessern und unterschiedliche Aufwuchs- und Lebensraumhabitate für Fische und andere Lebewesen schaffen“, so Josef Schwanken weiter. Die neu geschaffenen Rohbodenbereiche sollen später ihrer natürlichen Entwicklung überlassen werden und auf diese Weise die unterschiedlichen Aue-Zonen weiter fördern.

„Natur- und Hochwasserschutz gehen bei diesem Vorhaben Hand in Hand“, betont der NLKWN-Vertreter. Denn die Arbeiten sollen auch zusätzliche Retentionsflächen für künftige Hochwasserlagen schaffen. „Hier kann sich das Wasser im Extremfall weitgehend schadlos ausbreiten und so den Druck auf sensiblere Flussabschnitte reduzieren helfen“, erklärt er. Das Land Niedersachsen setzt das Vorhaben als Flächeneigentümer und Träger der Maßnahme um. Im Herbst sollen die Arbeiten nahe Nordhorn abgeschlossen sein.

Die Vechte und ihre Zuflüsse wurden in der Vergangenheit stark ausgebaut. Die Uferbereiche wurden befestigt, ein einheitliches Regelprofil geschaffen und die Lauflänge verkürzt. Viele wichtige Lebensräume für Tiere und Pufferflächen für Hochwassersituationen sind dadurch verloren gegangen. Dem soll nun entgegengewirkt werden.

Ems-Vechte