25.01.2022, 14:50 Uhr

IHK: Zahl begonnener Ausbildungen auf Vorjahresniveau

IHK möchte mehr Jugendliche für die Duale Berufsausbildung begeistern. Foto: dpa

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IHK möchte mehr Jugendliche für die Duale Berufsausbildung begeistern. Foto: dpa

Grafschaft/Emsland/Osnabrück „Die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen ist unverändert hoch. Für die regionalen Unternehmen bleibt es aber schwierig, ihren Fachkräftenachwuchs über die berufliche Ausbildung zu sichern, weil immer häufiger die Bewerberinnen und Bewerber fehlen. Es muss uns aber gelingen, auch gegen die demografische Entwicklung und gegen den Trend zur höheren Schulbildung oder zum Studium wieder mehr junge Menschen für die berufliche Bildung zu begeistern. Die pandemiebedingt ausgefallenen Veranstaltungen zur Berufsorientierung werden wir in diesem Jahr nachholen und zugleich auch neue Formate an den Start bringen“, kommentiert IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf die Bilanz zum Ausbildungsjahr 2021.

Im vergangenen Jahr konnten zum Stichtag 31. Dezember 2021 im IHK-Bezirk Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim 3902 neue Ausbildungsstarts registriert werden. Dies entsprach nahezu dem Vorjahresendwert von 3890 Ausbildungsverträgen (+0,3 Prozent beziehungsweise 12 Verträge).

Regional gab es ein Plus bei den kaufmännischen Berufen (2,7 Prozent beziehungsweise 66 Verträge), während bei den gewerblich-technischen Berufen ein Minus ausgewiesen wurde (-3,7 Prozent beziehungsweise -54 Verträge). Auch in den einzelnen Regionen des IHK-Bezirks gab es Unterschiede: Spitzenreiter war der Landkreis Emsland (+4,3 Prozent beziehungsweise 52 Verträge), gefolgt vom Landkreis Grafschaft Bentheim (+1,4 Prozent beziehungsweise 7 Verträge) und dem Landkreis Osnabrück (+0,2 Prozent beziehungsweise 2 Verträge). Lediglich in der Stadt Osnabrück konnte das Vorjahresniveau nicht erreicht werden (-4,8 Prozent beziehungsweise -49 Verträge).

Strukturell gibt es vor allem deutliche Rückgänge in den Metallberufen (-13,2 Prozent beziehungsweise -87 Verträge) und bei den Bankkaufleuten (-16,2 Prozent beziehungsweise -17 Verträge). Erfreulich ist, dass sich einige besonders von der Pandemie betroffene Branchen, etwa die Gastronomie und der Handel, im Vergleich zum Vorjahr erholen konnten.

„Im Jahr 2022 wollen wir die zahlreichen offenen Ausbildungsplätze – insbesondere im gewerblich-technischen Bereich – verstärkt wieder besetzen“, so Graf. Die IHK nutze hierfür etwa ihre „Azubi-Speed-Datings“ und das Programm „Passgenaue Besetzung“. Sie arbeitet dabei mit den regionalen Partnern, etwa den Agenturen für Arbeit, eng zusammen. Als neue Formate für das Jahr 2022 sollen „Pop-up-Stores“ zur Berufsorientierung in den Innenstädten und Videoclips zu den verschiedenen Ausbildungsberufen angeboten werden. Außerdem intensiviert die IHK die Zusammenarbeit mit regionalen Sportvereinen.

Nähere Informationen: IHK, Eckhard Lammers, Telefon 0541 353-410 oder E-Mail lammers@osnabrueck.ihk.de.