06.04.2019, 14:00 Uhr

IHK-Regionalausschuss diskutiert mit den Landratskandidaten

Teilnehmer bei der Podiumsdiskussion waren die Landratskandidaten Uwe Fietzek, parteilos (CDU-Kandidat), Henni Krabbe, parteilos, und Dr. Volker Pannen, SPD. Foto: privat

Der Regionalausschuss Grafschaft Bentheim diskutierte mit den Landratskandidaten Uwe Fietzek (2.v.r.), Henni Krabbe (r.) und Dr. Volker Pannen (l.), hier mit dem Ausschussvorsitzenden Thomas Kolde (2.v.l.), dem stellvertretenden Ausschussvorsitzenden Thorsten Dirks (4.v.l.) und IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf (3.v.l.). Foto: privat

Der Regionalausschuss Grafschaft Bentheim diskutierte mit den Landratskandidaten Uwe Fietzek (2.v.r.), Henni Krabbe (r.) und Dr. Volker Pannen (l.), hier mit dem Ausschussvorsitzenden Thomas Kolde (2.v.l.), dem stellvertretenden Ausschussvorsitzenden Thorsten Dirks (4.v.l.) und IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf (3.v.l.). Foto: privat

„Wir wollen gemeinsam unsere Region gestalten. Mit der Landratswahl im Landkreis Grafschaft Bentheim am 26. Mai werden wichtige Weichen gestellt. Ich freue mich deshalb darauf, mit den drei Landratskandidaten über ihre Zukunftsplanungen zu diskutieren.“ Mit diesen Worten eröffnete Thomas Kolde, der neu gewählte Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Landkreis Grafschaft Bentheim, die Podiumsdiskussion des Regionalausschusses.

In der von Neele Oetken moderierten eineinhalbstündigen Diskussion tauschten sich die Kandidaten zu den Themenfeldern Infrastruktur, Fachkräfte/Bildung und Wirtschaftsfreundlichkeit/Standortattraktivität aus. Dabei stimmten sie in wichtigen Fragestellungen überein. So waren etwa der flächendeckende Ausbau des Breitbands sowie die Verbesserung des Mobilfunks in der Grafschaft allen Kandidaten ein zentrales Anliegen. Auch die bessere Anbindung der Region über den Schienenpersonennahverkehr und den Güterverkehr war Konsens. Auch wollen sich alle drei Kandidaten für Fachkräftesicherung und in dem Zusammenhang für eine Stärkung der beruflichen Bildung einsetzen. Unterschiedliche Auffassungen vertraten die Kandidaten etwa bei Fragen der wirtschaftlichen Betätigung des Landkreises beziehungsweise der kreisangehörigen Kommunen.

Während sich Uwe Fietzek für eine private Abfallwirtschaft, die vom Landkreis gesteuert wird, aussprach, setzen Henni Krabbe auf kommunale Lösungen und Dr. Volker Pannen in diesem Bereich auf kommunale Lösungen unter Beteiligung von Privatunternehmen.

Befragt nach ihren zentralen Wahlzielen erklärten die Kandidaten. Uwe Fietzek, parteilos (CDU-Kandidat): „Die flächendeckende Ausstattung der Grafschaft mit einer zukunftsorientierten Breitbandtechnik, 5-G -Empfang, einer wohnortnahen medizinischen Grundversorgung und einem umweltschonenden ÖPNV. Der Bildungslandkreis Grafschaft Bentheim bietet gleiche Bildungschancen für alle Bevölkerungsgruppen in jedem Alter. Eine wirtschaftsfreundliche Verwaltung, die ermöglicht, nicht verhindert.“

Henni Krabbe, parteilos: „Als Landrätin möchte ich den Landkreis Grafschaft Bentheim gestalten und nicht verwalten. Die Verwaltung sollte sich als Dienstleisterin für die Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen verstehen. Gemeinsam mit ihnen als Expertinnen und Experten möchte ich durch Bürgerdialoge zukünftige Herausforderungen lösen.“

Dr. Volker Pannen, SPD: „Ich wünsche mir eine deutlichere Profilierung des Landkreises, nicht nur als Tourismusregion. Am Arbeitsmarkt wünsche ich mir eine verstärkte Schaffung von Arbeitsplätzen für qualifizierte Arbeitskräfte. Damit diese auch zur Verfügung stehen, sollen ein Hochschulstandort etabliert und die Frauenerwerbsquote durch den gezielten Abbau von Hindernissen erhöht werden.“

Ems-Vechte