01.04.2019, 17:30 Uhr

IHK-Netzwerk Umwelt besucht Klasmann-Deilmann in Geeste

Substrate und Blumenerden waren Thema der Sitzung des IHK-Netzwerks Umwelt bei der Klasmann-Deilmann GmbH in Geeste. Im Fokus stand der Ersatz von Torf. In Deutschland ist der Abbau noch bis 2025 erlaubt.

Dr. Sebastian Kipp (Bildmitte), Klasmann-Deilmann GmbH, erklärte bei der Besichtigung der Holzfaserproduktion die Vorzüge des Torfersatzstoffes. Foto: privat

Dr. Sebastian Kipp (Bildmitte), Klasmann-Deilmann GmbH, erklärte bei der Besichtigung der Holzfaserproduktion die Vorzüge des Torfersatzstoffes. Foto: privat

„Ein völliger Verzicht auf Torf ist derzeit noch nicht möglich“, erläuterte Dr. Sebastian Kipp den insgesamt 27 Teilnehmern. Herausforderungen seien insbesondere die Verfügbarkeit von Ersatzstoffen in ausreichenden Mengen, der wachsende Anteil an Störstoffen im Grünkompost sowie höhere Produktionskosten. „Dabei bringen zum Beispiel Holzfasern viele Vorteile mit sich“, so Kipp.

Die Drainage im Substrat werde verbessert, wodurch die Pflanzen mehr und gesündere Wurzeln entwickeln. In Deutschland stünden Gartenbaubetriebe den neuen Erden aber oft noch kritisch gegenüber. Viele Betriebe sind seit langer Zeit Torfsubstrate gewohnt und tun sich schwer damit, alternative Substratausgangsstoffe einzusetzen. Trotz allem findet, nicht zuletzt aus Nachhaltigkeitsgründen, allmählich ein Umdenken statt.

Das IHK-Netzwerk Umwelt richtet sich insbesondere an Betriebsbeauftragte (zum Beispiel für Umwelt, Abfall), die in regionalen Unternehmen des produzierenden Gewerbes tätig sind. Neue Mitglieder sind willkommen. Ansprechpartner: IHK, Andreas Meiners, Telefon 0541 353-245, E-Mail: meiners@osnabrueck.ihk.de

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