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22.10.2019, 12:30 Uhr

HSG trifft auf Tabellenführer Hannover

Am 31. Oktober spielt die HSG auswärts gegen den TSV Hannover-Burgdorf.

Nachdenkliche Gesichter bei Alex Terwolbeck und Georg Pöhle nach der Niederlage. Foto: J. Lüken

Nachdenkliche Gesichter bei Alex Terwolbeck und Georg Pöhle nach der Niederlage. Foto: J. Lüken

Am Sonntag hatte die HSG Nordhorn-Lingen im Spiel gegen GWD Minden eine mehr als große Chance auf einen zweiten Sieg. Bis zur 53. Minute führte die Mannschaft mit vier Toren, doch dann schlichen sich wie bei schon einigen Spielen vorher viele Unkonzentriertheiten und Fehler ein. Und Minden kämpfte trotz eines 19:23-Rückstandes einfach immer weiter.

Bei 24:23 setzte Mickal einen Strafwurf an die Latte. Und als Savvas zum 24:24 (58.) ausglich, stand die Partie Spitz auf Knopf. Ein Fehlwurf von HSG-Kapitän Alex Terwolbeck ermöglichte Minden die Chance, erstmals nach der Pause in Führung zu gehen – und Savvas nutzte sie zum 25:24 (59.). Der Ausgleich durch Luca de Boer (59.) ließ den Aufsteiger zumindest auf einen Punkt hoffen – doch nach einer letzten Auszeit der Mindener waren noch 20 Sekunden auf der Uhr: Knorr krönte seine starke Leistung mit seinem siebten Treffer zum 26:25. Doch das war immer noch nicht das Ende. Fünf Sekunden blieben der HSG für eine letzte Aktion, doch der Verzweiflungswurf von Weber landete am Lattenkreuz – Schlusspunkt einer ganz bitteren Heimniederlage der HSG.

In der Bewertung des Spiels waren sich HSG-Trainer Geir Sveinsson und HSG-Spieler Julian Possehl einig. Zwar habe die HSG insgesamt gut gespielt, doch wieder mal zu viele individuelle Fehler gemacht, die in der 1. Bundesliga sofort bestraft würden. Sveinsson brachte es mit folgenden Sätzen auf den Punkt: „Es reicht nicht, 58 Minuten gut zu spielen; ein Spiel dauert 60 Minuten. Wir müssen weiter machen, hart arbeiten und Punkte holen.“

Nach der Länderspielpause trifft die HSG am Donnerstag, 31. Oktober, 19 Uhr, mit dem TSV Hannover-Burgdorf auf die Überraschungsmannschaft dieser Saison. Nach Platz 13 in der vergangenen Saison belegen sie aktuell den ersten Platz und haben schon so manches Spitzenteam in die Knie gezwungen. Zweifellos in die Geschichte eingehen wird der zweifache Erfolg gegen die SG Flensburg-Handewitt, den amtierenden deutschen Meister. Mannschaftliche Geschlossenheit, starke individuelle Leistungen, große Laufstärke und Nervenstärke, insbesondere die von Mait Patralie, der in der Schlussphase drei Treffer erzielte, führten zum 23:22-Sieg.

Danach untermauerten die „Recken“ ihre bärenstarke Verfassung auch im DHB-Pokal. Mit einer grandiosen Defensivleistung stürmten die Niedersachsen die „Hölle Nord“ in Flensburg und setzten sich mit 26:20 deutlich durch. Am achten Spieltag musste die Mannschaft aus der Landeshauptstadt dem großen Kraftaufwand der vergangenen Spiele Tribut zollen. Gegen MT Melsungen, den Tabellendritten, gab es eine 25:31-Niederlage, die erste dieser Saison. Es folgten ein Heimsieg gegen den SC Magdeburg und ein Handballkrimi gegen die Rhein-Neckar Löwen. Beide Teams trennten sich nach packenden 60 Minuten mit einem 29:29-Unentschieden. Nähere Informationen: www.hsgnordhorn-lingen.de