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09.10.2019, 10:00 Uhr

Herbstvortrag des Stadtarchivs: Lingen im Nationalsozialismus

Die jährlichen Herbstvorträge des Stadtarchivs gehen in die nächste Runde. Zum Auftakt steht „Lingen im Nationalsozialismus“ am Dienstag, 22. Oktober, um 19 Uhr im Lingener Professorenhaus im Mittelpunkt.

Herbstvortrag des Stadtarchivs: Lingen im Nationalsozialismus

Im ersten Herbstvortrag widmet sich Stadtarchivar Dr. Mirko Crabus dem Thema „Lingen im Nationalsozialismus“ Foto: Stadtarchiv Lingen

Bei den Kommunalwahlen im März 1933 hatte die NSDAP die Mehrheit verfehlt, erlangte aber dennoch bald die Kontrolle über den Stadtrat. Schrittweise wurden alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens gleichgeschaltet. Während linken Kräften nur die Flucht in den Untergrund blieb, suchte die katholische Kirche einen Weg zwischen Anpassung und Selbstbehauptung. Mit der Reichspogromnacht begann die systematische Verfolgung jüdischer Mitbürger. Von den 21 direkt aus Lingen deportierten Juden überlebte nur eine Frau. Während des Zweiten Weltkriegs waren im Eisenbahnausbesserungswerk zahlreiche Kriegsgefangene im Einsatz. 1944 richteten zwei Luftangriffe schwere Schäden in der Stadt an. Im April 1945 wurde die Stadt schließlich von britischen Truppen erobert. Der Vortrag von Stadtarchivar Dr. Mirko Crabus versucht einen ebenso differenzierten wie facettenreichen Überblick. Der Eintritt zum Vortrag ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.