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17.11.2019, 10:00 Uhr

Hendrik Kampmann von der IHK für Klimapolitik mit Augenmaß

„Mit der Einführung eines Zertifikatehandels für Emissionen im Verkehr und bei Gebäuden hat die Bundesregierung eine wichtige Entscheidung für den Klimaschutz getroffen“, erklärt der Vorsitzende des IHK-Fachausschusses Industrie und Umwelt.

Die Mitglieder des IHK-Fachausschusses Industrie und Umwelt informierten sich bei der Kampmann GmbH in Lingen. Foto: IHK

Die Mitglieder des IHK-Fachausschusses Industrie und Umwelt informierten sich bei der Kampmann GmbH in Lingen. Foto: IHK

Hendrik Kampmann fügte hinzu, dass die Klimapolitik allerdings mit Augenmaß betrieben werden müsse. So sei es wichtig, die Unternehmen von den zusätzlichen Kosten aus der CO2-Bepreisung an anderer Stelle zu entlasten, insbesondere beim Strompreis. „Dass sich die Bundesregierung zur Reduzierung der EEG-Umlage bekennt, ist ein gutes Signal“, so Kampmann. Allerdings stehe die für 2021 geplante Umlagesenkung in keinem Verhältnis zu den deutlich höheren Staatseinnahmen aus dem CO2-Preis für Diesel und Erdgas.

Felix Gruber, Leiter der Abteilung Umwelttechnik bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), stellte die Einzelheiten des Klimaschutzpaktes 2030 der Bundesregierung vor. „Ab 2021 soll eine zusätzliche CO2-Bepreisung für die Sektoren Verkehr und Wärme in Form eines nationalen Emissionshandels eingeführt werden. Systemteilnehmer werden nicht die Verbraucher, sondern die rund 4000 Inverkehrbringer der Brenn- und Kraftstoffe sein“, so Gruber. Das Handelssystem soll ab 2026 greifen. Für die Übergangszeit sei ein gestuftes Festpreissystem vorgesehen. In seinem Fazit unterstützte der Experte der DBU eine Reform der bisherigen Energiebesteuerung, um Preisverzerrungen für alle Sektoren abzubauen. Dazu ergänzte Anke Schweda, IHK-Geschäftsbereichsleiterin Standortentwicklung, Innovation und Umwelt: „Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft muss erhalten bleiben. Die Unternehmen stehen im internationalen Wettbewerb und benötigen bei den Energiepreisen dringend Entlastung.“

Der aus ehrenamtlich tätigen Unternehmerinnen und Unternehmern bestehende IHK-Fachausschuss Industrie und Umwelt tagte bei der Kampmann GmbH in Lingen. Das Familienunternehmen wurde im Jahre 1972 gegründet und beschäftigt heute weltweit 910 Mitarbeiter. Produziert und vertrieben werden Systeme für die Heizung, Kühlung und Lüftung von Gebäuden. www.osnabrueck.ihk24.de