06.10.2021, 17:40 Uhr

Gymnasium Nordhorn setzt Erasmus-Projekt „CreActive“ fort

Die Erasmus-Koordinatorinnen der Partnerschulen aus sechs Ländern haben sich vor Kurzem zu einer Tagung auf der spanischen Insel Teneriffa getroffen. Das Foto zeigt die Gruppe internationaler Teilnehmer in der Partnerschule „IES Los Cristianos“ in Arona. Foto: privat

Die Erasmus-Koordinatorinnen der Partnerschulen aus sechs Ländern haben sich vor Kurzem zu einer Tagung auf der spanischen Insel Teneriffa getroffen. Das Foto zeigt die Gruppe internationaler Teilnehmer in der Partnerschule „IES Los Cristianos“ in Arona. Foto: privat

Nordhorn Im Rahmen des Erasmus-Programms ist bereits im Jahr 2019 das Projekt „CreActive“ an den Start gegangen. Schüler aus sechs europäischen Ländern – darunter auch Oberstufenschüler des Gymnasiums Nordhorn, diskutieren hierbei die in der Agenda 2030 formulierten Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. In der vergangenen Woche sind die Projekt-Koordinatorinnen der Partnerschulen aus allen sechs Ländern zu einer Tagung in Arona auf der spanischen Insel Teneriffa zusammengekommen und haben dabei beschlossen, das Projekt „CreActive“ fortzusetzen.

Kreative Auseinandersetzung mit der Agenda 2030

Das Gymnasium Nordhorn bietet in der Oberstufe Erasmus-Seminarfächer an, in denen die Schüler zu den Zielen der Agenda 2030 und im internationalen Kontext arbeiten. Damit möchte das Gymnasium eine kreative Auseinandersetzung ihrer Schüler mit den UN-Nachhaltigkeitszielen fördern. Neben der Erarbeitung des Projekts im Schulunterricht stehen auch Treffen der Erasmus-Schüler verschiedener Nationen auf dem Programm. So hatten sich im Januar 2020 bereits vierzig Jugendliche in der sizilianischen Partnerschule des Gymnasiums Nordhorn zu einem ersten Workshop getroffen. Nach der Diskussion über „Gesundheit und Wohlergehen“, dem dritten von insgesamt 17 Zielen der Agenda, verarbeiteten die Schüler die Ergebnisse zu kreativen Produkten.

Erasmus-Workshops wieder in Präsenz

Bedingt durch die Corona-Pandemie musste das Projekt für lange Zeit unterbrochen werden. Erst im April 2021 konnten die Nordhorner Jugendlichen und ihre Lehrerinnen die Arbeit in einem virtuellen Workshop fortsetzen. Angeleitet von der Reykjaviker Schule diskutierten sie diesmal die Geschlechtergleichheit, ein weiteres Ziel der Agenda 2030. „Virtuelle Workshops können Treffen vor Ort ergänzen, aber nicht ersetzen“, erklärt Kirsten Rigterink, Erasmus-Koordinatorin des Nordhorner Gymnasiums. „Ich bin sehr froh, dass der Impfstatus der Teilnehmenden inzwischen weitere reale Treffen ermöglicht.“ Die Erasmus-Lehrerinnen haben daraufhin neue Termine für Workshops und Lehrertrainings festgesetzt. „Es wird sportlich“, meint Miriam Poggemann, die zweite Vertreterin des Stadtring-Gymnasiums. In diesem Schuljahr werden Schülerdelegationen weitere vier Nachhaltigkeitsziele auf Workshops in Ungarn, Kroatien, Spanien und Deutschland diskutieren. Neben den Terminen und Inhalten standen bei der Tagung auf Teneriffa die Hygieneregeln der teilnehmenden Länder und Schulen im Mittelpunkt der Gespräche. „Auch wenn die Besucher geimpft sind, müssen wir das Risiko eines Impfdurchbruchs minimieren“, betont Rigterink und erklärt, dass aus diesem Grund die Jugendlichen nicht bei Gastfamilien wohnen werden.

Nordhorner im Frühjahr Gastgeber

„Im nächsten Frühjahr kommt Europa zu uns“, freuen sich die Nordhorner Lehrerinnen. Das Nachhaltigkeitsziel „Leben an Land“ wollen sie den europäischen Gästen mit Vorträgen und Exkursionen näherbringen. Unterstützt werden sie dabei von der Nordhorner Kunstschule. Die Gastschüler sollen darüber hinaus mit Bauernhofbesuchen, Radtouren und Kloatscheeten das Leben in der Grafschaft kennenlernen.

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