11.09.2019, 19:00 Uhr

Gymnasium Nordhorn erneut Erasmus-Projektschule

Das Gymnasium Nordhorn nimmt zum zweiten Mal in Folge am europäischen Bildungsprojekt „Erasmus“ teil. Die Europäische Union fördert und finanziert mit Erasmus die Zusammenarbeit und das Treffen von Schülern und Studenten aus ganz Europa.

Die Nordhorner Schülerinnen und Schüler freuen sich auf das Treffen mit Schülern und Studenten aus ganz Europa. Foto: privat

Die Nordhorner Schülerinnen und Schüler freuen sich auf das Treffen mit Schülern und Studenten aus ganz Europa. Foto: privat

„Wir haben das zweite Projekt breiter aufgestellt“, erklärt die Projektkoordinatorin des Gymnasiums, Kirsten Rigterink, „sechs Schulen vom äußersten Norden bis zum Süden Europas kooperieren. Neben uns sind vier Gymnasien aus Island, Spanien, Italien und Ungarn sowie eine berufsbildende Schule aus Kroatien dabei.“ Das gemeinsame Thema der sechs Schulen ist die Agenda 2030, zu deren Nachhaltigkeitszielen sich die Staatengemeinschaft verpflichtet hat. Im ersten Jahr beschäftigen sich die Jugendlichen mit Gesundheit und Geschlechtergleichheit. Neben der Arbeit vor Ort und an ihrem Gymnasium reisen Nordhorner Jugendliche in diesem Schuljahr nach Marsala (Sizilien) und nach Reykjavik (Island).

„Jeder von uns hofft, einen Platz in einem der internationalen Workshops zu bekommen“, so Jonas, Schüler der Jahrgangsstufe 12, „wann hat man sonst die Möglichkeit, mitten im Schuljahr eine Woche in Island zu sein?“ Das Nordhorner Gymnasium hat zwei Erasmus-Seminarfächer gegründet. Der erste Kurs thematisiert Gesundheit und Geschlechtergleichheit in der Kunst. „Die Jugendlichen sollen vor allem selbst kreativ werden“, sagt die Kunstlehrerin und Initiatorin des Projekts, Thea Lambers. Das zweite Seminarfach behandelt die Agenda-2030-Ziele in englischer Sprache.

„Damit kommen wir dem Wunsch nach bilingualem Unterricht entgegen“, sagt Andreas Langlet, Leiter des Gymnasiums Nordhorn. Die Europäische Union finanziert in dem zweiten Erasmusprojekt auch Langzeitstipendien. „Zum ersten Mal können wir Auslandsstipendien an unsere Schüler vergeben“, betont Rigterink. „Die Stipendiaten besuchen zwei Monate das Gymnasium in Island oder Teneriffa und machen dort Erfahrungen, die ihr Leben prägen werden.“ In der kommenden Woche reisen Vertreter des Stadtringgymnasiums nach Reykjavik, um das Projekt mit den europäischen Kollegen zu eröffnen und die Aufgaben des ersten Jahres zu vereinbaren.

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