17.02.2021, 09:22 Uhr

Gymnasium Nordhorn: Drei Lehrer gehen in den Ruhestand

Monika Brüggemann. Foto: privat

Monika Brüggemann. Foto: privat

Nordhorn Studienrätin Monika Brüggemann, Studiendirektor Wolfgang Fricke und Studienrat Roland Möller gehen nach langjähriger Lehrertätigkeit am Gymnasium Nordhorn in den Ruhestand. Die sonst zu diesem Anlass übliche feierliche Veranstaltung in der Aula im Beisein von Schulleitung, Lehrerkollegen, Schüler und Eltern konnte in diesem Jahr coronabedingt nicht stattfinden. Deshalb haben Schulleiter Andreas Langlet und die Vorsitzende des Personalrates, Barbara Bornemann, im Beisein weniger Kollegen das Trio im kleinen Rahmen verabschiedet. „Umarmungen fehlten zwar, aber umso herzlicher waren die guten Wünsche“, waren sich die Anwesenden einig.

Monika Brüggemann

Nach fast 42 Jahren im aktiven Dienst beendet Monika Brüggemann ihren beruflichen Werdegang. Sie hat in Münster studiert, bevor sie 1979 ihren Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Gymnasien im Bezirksseminar in Bielefeld begann. Anderthalb Jahre später schloss sie ihr Referendariat erfolgreich ab und trat am 1. März 1981 ihre erste Stelle am Pestalozzi-Gymnasium in Herne an. Zunächst als Lehrkraft im Angestelltenverhältnis beschäftigt, wurde sie 1983 ins Beamtenverhältnis übernommen. 1986 wechselte sie ans städtische Gymnasium in Ochtrup. Dort unterrichtete sie, bis sie im August 2005 ihren Dienst am Gymnasium Nordhorn antrat.

„In all den Jahren als Lehrkraft hat Monika Brüggemann sich über das normale Maß hinaus als Lehrkraft engagiert, stets einen freundlichen Umgang mit den Schülern und Eltern gepflegt und einen vorbildlichen Diensteifer an den Tag gelegt“, sagt Schulleiter Andreas Langlet. „Ihre Fähigkeit, gerade die jüngeren Schülerinnen und Schüler sowohl für Kunst als auch Französisch zu begeistern, ist beeindruckend. Wer einmal das Leuchten in den Augen von Sechstklässlern gesehen hat, die aus ihrem Unterricht kamen, weiß, was ich meine.“

Monika Brüggemann hat unter anderem im Personalrat am Gymnasium Nordhorn mitgewirkt und sich darüber hinaus aufgrund des akuten Lehrermangels im Primarbereich an eine Grundschule abordnen lassen.

Wolfgang Fricke

Mathematik- und Physiklehrer Wolfgang Fricke tritt nach mehr als 34 Jahren Tätigkeit am Gymnasium Nordhorn in den Ruhestand. „Von seinen Wegbegleitern wird er bis heute als engagierter Pädagoge geschätzt, der im Unterricht sowie als Mitglied der Schulleitung viel Einsatz zeigte“, heißt es aus dem Gymnasium. Nach dem Studium in Göttingen und dem Referendariat in Hildesheim begann 1986 seine Laufbahn am Gymnasium Nordhorn. 1988 folgte – nach zwei Jahren als Angestellter – die Übernahme ins Beamtenverhältnis.

Wolfgang Fricke nahm an zahlreichen Fortbildungen teil, 1997 wurde er Fachobmann Physik und 2007 Koordinator. Seine Begeisterung für das Fach wollte er auch in einer Physik- und Informatik-AG sowie als Referent bei verschiedenen Veranstaltungen vermitteln. Um Schüler zu einem Physik- oder Ingenieurstudium zu ermuntern, unternahm er unter anderem Exkursionen mit Oberstufenschülern zur Hochschule für angewandte Wissenschaften sowie zu Airbus in Hamburg und Besuche bei der Uni Twente. Seit 2014 wirkte er als Koordinator für die Qualifikationsphase und zeichnete sich auch für die Organisation der Abiturprüfungen verantwortlich. Andreas Langlet erklärt, er habe stets Wolfgang Frickes ruhige Art zu schätzen gewusst. Diese sowie seine reflektierten Beiträge haben Langlet zufolge „sehr zu einem überaus angenehmen Klima beigetragen“.

Roland Möller

Studienrat Roland Möller hat 1987 die erste Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien mit den Fächern Englisch und Geschichte an der Universität Bielefeld abgelegt. Anschließend hat er lange Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität gearbeitet und nebenbei acht Jahre Englisch an der Volkshochschule Gütersloh unterrichtet. Es folgte das Referendariat am Studienseminar in Meppen, das Roland Möller im Oktober 2003 erfolgreich abschließen konnte. Bereits während des Referendariats war Roland Möller am Gymnasium Nordhorn tätig. „Er machte einen so guten Eindruck auf die damalige Schulleiterin Monika Woltmann, dass diese ihn gerne übernehmen wollte“, erzählt Langlet und fügt hinzu: „Seine Korrekturen von Klassenarbeiten sind stets Ausdruck einer besonderen Wertschätzung der Schülerinnen und Schüler gewesen. Dass er seinen Unterricht interessant gestalten konnte und auch gleichzeitig einen guten Draht zu seinen Schülern hatte, bescheinigten ihm diese immer wieder. Bis zum Ende seiner beruflichen Tätigkeit war er bei ihnen überaus beliebt.“

Wolfgang Fricke. Foto: privat

Wolfgang Fricke. Foto: privat

Roland Möller. Foto: privat

Roland Möller. Foto: privat

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