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27.03.2020, 10:54 Uhr

Grüne Fraktion kritisieren Zuschuss zur Eissporthalle

Die Nordhorner Fraktion der Grünen hält den von CDU und SPD gewährten Zuschuss zur Sanierung und zur Aufrechterhaltung des Betriebs der Eissporthalle für unangemessen. Die Grünen fordern ein schlüssiges Konzept.

Die Eissporthalle ist aufgrund von erheblichen Baumängeln geschlossen. Foto: Hille

Die Eissporthalle ist aufgrund von erheblichen Baumängeln geschlossen. Foto: Hille

Nordhorn Die Nordhorner Fraktion der Grünen hält es zwar auch für sinnvoll, die Option eines Neubaus der Eisspothalle zu prüfen, allerdings sind die Fraktionsmitglieder der Ansicht, ein Zuschuss in Höhe von einem Drittel der Gesamtkosten ohne Deckelung nach oben sei unangemessen. „Zudem ist zu prüfen, ob aus rechtlichen Gründen ein Neubau angesichts des laufenden Bürgerentscheids überhaupt in Frage kommt“, stellte Fraktionssprecher Mathias Meyer-Langenhoff fest. Die Sprecher der Nordhorner CDU- und der SPD-Stadtratsfraktion hatten kürzlich in einer gemeinsamen Presseerklärung mitgeteilt, die Stadt solle sich mit einem Drittel an den Kosten für Sanierung und Betrieb der Eissporthalle beteiligen. Die Grünen sehen diesen Beschluss kritisch.

Es sei einfach, sich nach langem Schweigen durch das Angebot einer Drittelbeteiligung Nordhorns an der Eissporthalle plötzlich als Unterstützer des Eissports zu gerieren. Dabei ließen beide Fraktionen außer Acht, dass alle im Rat vertretenen Parteien sich bisher darüber einig gewesen seien, den Landkreis zunächst ein Konzept zum weiteren Umgang mit der Eissporthalle vorlegen zu lassen, fügte die stellvertretende Fraktionssprecherin Elke Liening hinzu. „Wir sind durchaus der Ansicht, dass eine Eissporthalle den Freizeitpark sinnvoll ergänzt, doch nicht um jeden Preis“, meinte auch Sportausschussmitglied Heinz Albers. Zumal die im Besitz des Landkreises befindliche Halle über Jahre hinweg nicht angemessen saniert und gewartet worden sei. Dieses Versäumnis habe der Landkreis allein zu verantworten und müsse dafür auch die Kosten tragen.

Dass die CDU ihren Vorschlag einer Beteiligungsquote von 33,33 Prozent mit dem Anteil der Nordhorner an den Nutzerzahlen an der Eissporthalle begründet, weil angeblich ein Drittel aus Nordhorn, ein Drittel aus der übrigen Grafschaft und ein Drittel außerhalb des Landkreises aus der umliegenden Region kommen, hält auch der Grünen-Sprecher Reinhard Prüllage für problematisch, denn immerhin zahle die Stadt Nordhorn einen erheblichen Beitrag durch die Kreisumlage. Der Vorschlag von SPD und CDU bedeute letztlich zweifach zur Kasse gebeten zu werden. Zudem dürfe man nicht vergessen, dass die Stadt bei der Nutzung städtischer Einrichtungen durch nicht aus Nordhorn kommende Bürgerinnen und Bürger auch keine Zuschüsse des Landkreises verlange. Eine finanzielle Beteiligung an einem Neubau oder einer Sanierung könne deshalb keinesfalls in dieser Höhe erfolgen. Es sei in der augenblicklichen Krisensituation sowieso angezeigt, Mittel in dieser Größenordnung nicht für die Eissporthalle aufzuwenden, die Stadt stünde, wie alle Kommunen, vor nicht zu beziffernden finanziellen Herausforderungen. Man müsse beispielsweise darüber nachdenken, ob Eltern während der Corona-bedingten Schließungszeiten der Krippen nicht die Beiträge zurückgezahlt werden könnten.

Die Grüne Fraktion tritt dafür ein, den Eissport nur auf der Basis eines schlüssigen Konzeptes zu erhalten, aus dem unter anderem hervorgehen müsse, wie die künftige Einnahmeentwicklung prognostiziert werde. Außerdem sei zu berücksichtigen, dass beim Neubau des Hallenbades neben dem Freibad in der damaligen Diskussion ein Argument auch der mögliche Energieverbund zwischen den Bädern und der Eisspothalle eine Rolle gespielt habe, jedoch aus steuerrechtlichen Gründen nicht zu realisieren gewesen sei. Sollte es also zu einem Erhalt der Halle oder einem Neubau kommen, gelte es dieses Thema wieder aufzugreifen.

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